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EHC-Rennen Innsbruck am 15.08.2001

Mitten in der Woche, nämlich am 15.08.2001, fand das österreichische EHC- Rennen in Innsbruck statt. Wegen des Termins und der langen Anreise war dieses Rennen eigentlich als Streichresultat vorgesehen. Aber nach einem langen Blick auf die EHC-Tabelle stellten Hartmut Goldapp und ich nach einer Trainingseinheit fest, dass wir uns dort unbedingt Punkte sichern mußten, denn bei diesem Rennen würden ja die meisten Cracks nicht anwesend sein. Dachten wir jedenfalls....
Als nämlich ca. 4 Wochen vor dem Rennen der Österreicher Peter Christian eine Internetseite mit Starterliste ins Netz stellte, konnte man täglich mitverfolgen, wer da so alles zugegen sein würde. Da hatten wohl mal wieder alle auf die Rangliste geschaut und festgestellt, dass man sich dieses Rennen auf keinen Fall entgehen lassen darf.
Also ging es Dienstag bei strahlendem Wetter gen Innsbruck. Die Fahrer waren zu Superkonditionen in einem Hotel in der Stadt untergebracht. Von hier konnte man bequem "zu Fuß" die Altstadt erreichen, was wir dann abends zwecks Bunkern von Kohlehydraten (Nudeln und Weizenbier) auch taten. Ausserdem ist die Altstadt recht sehenswert.
Am nächsten Morgen ging es dann gegen 11 Uhr zur Rennstrecke. Da zeigte das Termometer schon 28 Grad an. Zum Glück erwischten wir noch einen schattigen Parkplatz nahe des Parcours. Nachdem wir die Startnummern geholt hatten und die Vorbereitungen abgeschlossen waren, gings dann um 14 Uhr zum Warmfahren auf die Strecke. Eigentlich war ein Warmfahren garnicht mehr nötig, weil zu dieser Zeit 36 Grad im Schatten herrschten. Nur gab es auf der Strecke keinen, bzw. wenig Schatten. Nach dem Aufwärmen stellte sich jedenfalls heraus, dass die Strecke 2 Fehler hatte: einen kleinen, aber scharfen Anstieg und den glühenden Asphalt. Ansonsten war der Kurs perfekt. Bei der Startaufstellung kam man sich dann wegen der tiefen Sitzposition so vor, als würde man auf einer Herdplatte sitzen, die sich allmählich erhitzt. Ausserdem machte ich mir Sorgen um meine Reifen, die mit 10 Bar Luftdruck der prallen Sonne ausgesetzt waren. Der Startschuss war da fast eine Erlösung. Vom Start weg setzten sich gleich einmal Hans Mayrhofer, Kees van Breukelen und Hartmut Goldapp vom Feld ab. Dahinter bildete sich eine 10 Mann starke Verfolgergruppe, die aber immer mehr zusammenschrumpfte. In Runde 4 mußte dann Hartmut Goldapp die beiden Spitzenreiter ziehen lassen. Im Laufe des Rennens gelang Roland Ruepp aus Südtirol noch ein Husarenstück: er konnte nämlich aus der zweiten Gruppe noch zu den beiden Führenden aufschließen und belegte vor Kees van Breukelen den 2. Platz. Ich für meinen Teil hatte schon nach Runde 4 genug. Da mußte ich an besagtem Anstieg den Trupp, in dem ich mich bis dahin aufhielt, ziehen lassen. Als ich so durch die einzige schattige Stelle der Strecke fuhr, dachte ich: "nächste Runde bleibst du hier stehen und schaust dir in aller Ruhe an, was die anderen Irren hier bei dieser Affenhitze so treiben". Irgendwie gings dann aber doch noch weiter bis zum Ende.
Bei den Tetraplegikern lief es für die Deutschen nicht so gut. Hubert Fischer konnte garnicht erst anreisen und Andreas Kiemes mußte in der 9. Runde der Hitze Tribut zollen und das Rennen, an 2. Position liegend, abbrechen. Überlegener Sieger in der Klasse HC1/2 wurde Yvon Buchmann aus Frankreich vor dem Österreicher Günther Beyrer und Louis Brender (ebenfalls Frankreich).
Bei den Frauen setzte sich mal wieder Monique van der Vorst aus Holland in überlegener Manier durch. Mit einer 1:40er Zeit ließ sie den ein oder anderen männlichen Konkurrenten "alt aussehen" und setzte sich souverän an die Spitze der EHC-Wertung. Zweite wurde Ute Wörz vor Janine Dangl (beide Deutschland).

Alle Ergebnisse gibt es hier