1. EHC- Rennen 2002 in Rosenau
30.03.2002
Am Ostersamstag versammelte sich die beeindruckende Zahl von 106 Handbikern aus 13 Nationen zum ersten EHC-Rennen
der Saison 2002 im elsässischen Rosenau. Damit hat sich die Teilnehmerzahl gegenüber dem
Vorjahr fast verdoppelt! Was besonders erfreulich ist: Die Zahlen bei den Frauen und den HC1/HC2- Männern
sind ebenfalls sprunghaft angestiegen.
Wegen des großen Starterfeldes wurde das Rennen "fliegend" gestartet, d.h. ein Führungsfahrzeug
fährt voraus und nach ca. 1 km wird der Start freigegeben. Bis dahin herrscht striktes Überholverbot.
Verstösse hätten die sofortige Disqualifikation zur Folge gehabt. Diese Maßnahme hat
sich bewährt und so gab es beim Start keine Rempeleien.
Nach der Freigabe des Rennens setzte sich sofort eine große Gruppe von ca. 20 Fahrern ab. Diese
Gruppe dezimierte sich bis zur Halbzeit nach und nach auf 5 Fahrer. In dieser Spitzengruppe ging es heiß
her: Mal wurde das Tempo bis auf 30 km/h verzögert, um dann einen Sprint bis auf mehr als 50 km/h hinzulegen.
Doch auch mit dieser Taktik von "In's" und "Out's" gelang es den beiden dominierenden Fahrern des Vorjahres,
Hans Mayrhofer und Kees van Breukelen, nicht, Torsten Purschke und Harrie van Hout abzuschütteln.
Im Zielsprint konnte sich dann in einem engen Finale Kees van Breukelen vor Hans Mayrhofer durchsetzen.
Fast sensationell wurde Torsten Purschke vom neu gegründeten TEAM OTTO BOCK als schnellster HC3- Fahrer
Dritter in einer neuen deutschen Bestzeit von 01:08:58 ! Damit ist es erstmals einem HC3- Fahrer gelungen,
bis ins Ziel mit den im Vorjahr dominierenden HC4- Fahrern mitzuhalten. Es verspricht eine spannende Saison zu werden.
Auch hinter der Spitzengruppe wird die Luft dünner, wenn man bedenkt, dass der Zeitabstand von Platz
15 bis Platz 35 weniger als 1 Minute betrug. Bemerkenswert ist ferner, dass man für einen EHC- Punkt
(50. Platz!) bereits eine Zeit von unter 1:30 fahren mußte! Das war vor 2 Jahren noch eine Spitzenzeit
für die Marathondistanz. Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Siegers betrug fast 37 km/h! Da scheint
es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann die 40 km/h- Schallmauer durchbrochen wird.
Bei den Frauen wurde die Siegerzeit des Vorjahres durch die beiden Holländerinnen Monique van der
Voorst und Siska Huisman förmlich pulverisiert. Monique, die EHC- Siegerin 2001, konnte sich im Ziel mit der sensationellen
Zeit von 01:29:54 gegenüber ihrer Kontrahentin durchsetzen und führt damit die EHC- Rangliste an. Dritte
wurde hier Truus Huisman, die mit 1:40:29 ebenfalls weit unter der Vorjahresbestzeit ins Ziel kam und
beste HC3- Fahrerin war.In der Klasse HC 1/2 fand sich ein größeres Starterfeld als im vorherigen Jahr zusammen. Sieger wurde hier der Belgier Christophe Hindiqc vor dem Franzosen Yvon Buchmann, die sich während des gesamten Rennes nicht aus den Augen ließen und sich einen spannenden Fight lieferten. Erst im Schlußspurt wurde hier die Entscheidung gefunden. Die letztjährige Gewinnerzeit wurde um fast 10 Minuten unterboten! Die Deutschen Fischer und Kiemes belegten Rang drei und vier. Erfreulich auch die Teilnahme von Heini Köberle, früher eher im Schnellfahrstuhl unterwegs. Er belegte den achten Platz. Erwähnenswert bleibt die Disqualifikation eines Belgiers. Dieser hatte zwar im Rennen die Klasse dominiert, aber sich als Para in der Tetra Klasse angemeldet.
In der neuen Teamwertung führt das TEAM SOPUR 1 vor dem TEAM OTTO BOCK und dem TEAM SOPUR 2.