Dalai Lama bedankt sich für Hilfe aus Deutschland
Bei einem „Mobility Camp for the handicaped“ traf Stefan Voormans, Geschäftstführer des Hilfswerks “Somedi Nettetal e.V.”, am 3.Januar seine Heiligkeit, den 14.Dalai Lama. Dieser bedankte sich bei Voormans für die Hilfe, welche Das kleine deutsche Hilfswerk zusammen mit den Firmen „Sunrise Medical“, „Schwalbe“ und dem „reha – team West“ für das Camp geleistet hat. Schon im November 2009 schickte das Nettetaler Hilfswerk „zwei Container mit medizinischen Hilfsmitteln nach Mumbai, dem früheren Bombay . Ziel der Ladung war das „Mobility Camp for the Handicaped“ in Palitana. Die Leiter des Camps baten „Somedi Nettetal e.V.“ ganz speziell um Rollstühle aus Europa. Und da kam die HCT ins Spiel. Jeweils ein Anruf bei Errol Marklein (Sunrise Medical), Manuela Zahn (Schwalbe) und Holger Falk (reha team West) genügten, dass diese sofort ihre verfügbaren Mittel bereit stellten. Das Camp in Palitana war nicht das erste, jedoch mit Abstand das größte Camp, das „Somedi“ mit seinen indischen Partnern ins Leben gerufen hat. Mehr als 28000 körperlich behinderte Menschen wurden dort kostenlos mit Hilfsmitteln versorgt. Bei diesen Hilfsmitteln handelt es sich nicht nur um Rollstühle. Auch Prothesen, orthopädische Schienen, Gehhilfen, Hörgeräte und sogenannte Tricycles werden dort an die Bedürftigen verteilt. Die Tricycles (seihe Bild) kann man mit einem Handbike vergleichen. Man kurbelt jedoch nur mit einem Arm und hat auch nur einen Gang.Die Arbeit, die in einem solgen Camp geleistet wird, beeindruckte nicht nur den Dalai Lama. Auch einige europäische Generalkonsule und die indischen Medien besichtigten interessiert das Camp.Wie funtioniert ein „Mobility Camp for the handicaped“?
Alles beginnt mit einer Vorlaufzeit von drei Monaten. Als erstes müssen die Bedürftigen infortmiert werden, dass ein solches Camp stattfindet. Da in den ländlichen Regionen, in denen die meisten Camps stattfinden, ein Großteil der Bevölkerung Analphaten sind, werden Werbefilme im Fernsehen gesendet. Ein Fernseher hängt in Indien in jedem noch so kleinen Dorf. Die Menschen erfahren dort alles Wissenswerte über das Camp. Wann es stattfindet, bei wem sie sich anmelden müssen, und wo sie abgeholt werden. Am Tag selber, werden die Menschen dann abgeholt und ins teilweise über hundert Kilometer weit entfernte Camp gefahren. Dort angekommen werden sie zuerst mit Wasser und Lebensmitteln versorgt, da die Reisen teils sehr strapaziös sind. Danach müssen sie zum „Screening“. Dort werden sie Untersucht und es wird festgestellt, welche Hilfsmittel sie benötigen. Die Helfer sind meistens ehrenamtlich tätig. Nur ein geringer Teil sind Fachkräfte, meistens für Orthopädietechnik. Dann erhalten die Menschen ihre Hilfsmittel, bzw. werden die Hilfsmittel für sie angepasst. Die freiwilligen Helfer unterweisen sie z.B. in einer Gangschule für jene, die Prothesen oder Schienen bekommen haben. Anderen wird erklärt, wie sie mit dem Rollstuhl oder dem Tricycle zu fahren haben. Je nach Größe und der Menschen die dort versorgt werden sollen, ist die Dauer eines Camps sehr unterschiedlich. Das Camp in Palitana dauerte 17 Tage. Jeden Morgen, bevor die Menschenmassen kommen stehen die Lagerräume der einzelnen Abteilungen voller Rollstühle, oder Tricycles. Und wenn es Abend sind diese Räume fast immer leer. In der Nacht füllen die Helfer diese Lager dann wieder auf,und reinigen alles Ebenso werden die Lebensmittelvorräte und die Getränke wieder aufgefüllt. Für die Logistik und die Leitung des Camps sind indischen Partner von „Somedi Nettetal e.V.“ unter der Leitung von Herrn Mahendra G. Mehta und seiner Frau Asha zuständig. Im Bild Dr.Ramesh Modi (Vorsitzender Somedi), Asha Mehtat (RNCT) und Stefan Voormans.
Weitere Informationen zu „Somedi“ und den „Mobility Cmaps“ unter www.somedi.de
Bildergalerie
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|











