In Brandenburg tut sich etwas

Bereits seit einiger Zeit engagiert sich Brandenburg in Gestalt der Tourismusakademie für den Barrierefreien Tourismus in der Region. Dazu wurde ein eigenes Internetportal ins Leben gerufen. Darauf sind verschiedene Angebote privater Anbieter und öffentlicher Einrichtungen sowie Institutionen zusammengefaßt.

Ziegeleipark MildenbergAuch Handbiker werden zunehmend als interessante Zielgruppe in die Initiativen einbezogen. So gibt es z.B. Überlegungen, für touristisch interessierte Fahrer eine Mehretappentour im nördlichen Brandenburg anzubieten. Dazu muß es jedoch auch die notwendig Infrastruktur geben. Neben entsprechenden barrierefreien Unterkünften geht es dabei vor allem um die Auswahl geeigneter Strecken.

Ein Projekt der  TÜV Rheinland Akademie Hohen Neuendorf beschäftigt sich genau mit diesem Thema. Dort wurde inzwischen eine mögliche Rundtour entwickelt, die für einen Großteil der Handbiker erlebbar sein sollte. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Strecke hinsichtlich Belag, Streckenprofil und Kraftverkehrsfreiheit war dies nicht ganz einfach.

Am vergangenen Wochenende hatte ich nun die Gelegenheit, die ausgearbeiteten Vorschläge gemeinsam mit dem Projektverantwortlichen im Handbike zu testen. Er hatte mich zur Befahrung eingeladen, um auch mal die Meinung eines “Anwenders” zu hören.

Die Gegebenheiten:

  • Es gibt keine langen und kraftraubenden Anstiege und nur ganz wenige Steilstücke (kürzer als 200m).
  • Viele Kilometer führen auf eigenen Radwegen bzw. Fahrradstraßen - teilweise völlig separat von Verkehrsverbindungen für den Kraftverkehr – durch die Landschaft.
  • Falls doch öffentliche Straßen benutzt werden, sind diese meist so verkehrsarm, daß man minutenlang fahren kann, ohne einem Auto oder Motorrad zu begegnen.
  • Der Belag auf Straßen und Fahrradtrassen ist in der Regel absolut erstklassig, noch vorhandene Hindernisse (z.B. Poller, Schwellen und Wegschranken) lassen sich – sofern es sie überhaupt noch gibt - problemlos umfahren.

Mein Fazit:

  • Das Ruppiner Seenland ist ein ideales Tourengebiet für Handbiker, die es nicht so bergig mögen.
  • Der Großteil der meist flachen Strecken sind auch für Tetraplegiker und absolute Fahranfänger geeignet.
  • Wegen der geringen Verkehrsdichte und den perfekten Straßenbedingungen eignet sich die Region ebenfalls gut für das Training der Rennsportler.

Es lohnt sich durchaus, mal einen Kurztrip in den Norden Brandenburgs zu planen. Als Unterkunft kann ich z.B. das Haus Rheinsberg – Hotel am See empfehlen, welches großen Komfort in wunderschöner Umgebung bietet.

Wenn die Brandenburger weiterhin so aktiv bleiben, ist in den nächsten Jahren noch einiges zu erwarten.

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Erstellt von Veit am 3. Mai 2012 um 09:45 Uhr
Kategorie: Freizeit / Touristik, News