Styrkeprøven 2012: Ein Traum wird Wirklichkeit

Bereits seit meiner erfolgreichen Teilnahme an der Vätternrundan im Jahr 2008 beschäftigte mich die Idee, auch den Styrkeprøven mit dem Handbike in Angriff zu nehmen. Errol Marklein hatte es 2006 vorgemacht und gezeigt, daß eine solch lange Strecke für Handbiker zu schaffen ist.

Bei mir scheiterte es zunächst immer an der für das Unternehmen erforderlichen schwierigen Logistik. Da das Rennen keine Rundfahrt ist, mußte ich jemanden finden, der mein Auto vom Start- zum Zielort überführen konnte. Mein tschechischer Sportfreund Láďa Eichler, den ich 2010 auf einer meiner Handbiketouren durch Böhmen kennengelernt hatte, bot mir seine Unterstützung an.

So konnte ich mich nun endlich 2012 dieser großen Herausforderung stellen. Um es kurz zu machen: Ich habe diese große “Kraftprobe” (so die Übersetzung des Wortes “Styrkeprøven”) erfolgreich gemeistert. Und das, obwohl nach meiner Anmeldung noch einmal das Zeitlimit von 40 auf 36 Stunden herabgesetzt worden war.

Was mich an einer solchen Rad-Veranstaltung (und davon habe bereits einige erlebt) immer wieder fasziniert, ist die riesige Anteilnahme der Beteiligten und der Zuschauer. Man fühlt sich nicht nur als Teil eines großen Ganzen, sondern erlebt die vorbehaltlose und uneingeschränkte Anerkennung der Leute ohne Handicap. Die Radfahrer wissen sowieso, was eine Teilnahme an diesem Radrennen bedeutet. Aber auch die Zuschauer und die Mitglieder der Begleitteams feuern Dich an, als wärst Du irgendein Star im internationalen Rennsport. Noch nie haben mich so viele Menschen während einer Veranstaltung gegrüßt. Junge Frauen – eine hübscher als die andere – winkten mir, Cracks aus den vorbeibrausenden Radteams riefen mir ihr motivierendes “Heia, heia!” zu, die Zuschauer am Straßenrand schwenkten Norwegerfahnen. Wenn ich von jedem Fotografen nur einen Euro erhalten hätte, ich glaube, ich hätte meine Fahrt komplett davon finanzieren können.

Zwar gibt es nach meiner Information inzwischen 7 Handbiker, die erfolgreich den Styrkeprøven bewältigt haben, ein Exot ist man jedoch immer noch. Vielleicht stellen sich in Zukunft noch weitere Handbiker diesem legendären Radrennen. Daß dafür nicht unbedingt die ultimative Rennausrüstung sowie ein großes Begleitteam notwendig ist, habe ich ja mit meiner Teilnahme bewiesen.

In meinem ausführlichen und illustrierten Bericht finden sich dazu einige Tips für potentielle Anwärter. Ich wünsche allen viel Erfolg und stehe gern bei Rückfragen zur Verfügung.

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Erstellt von Veit am 29. Juni 2012 um 10:26 Uhr
Kategorie: Freizeit / Touristik, News, Veranstaltungen