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Ab heute im Kooma

Endlich ist es soweit. Mein neuer Vollcarbon- Bolide ist sozusagen „Ready to Race“. Nachdem ich das Teil vorletztes Wochenende abgeholte und die Woche über aufgebaut habe, standen die ersten Ausfahrten auf dem Plan.

Ich habe mir das Bike ohne Räder, Bremsen, Kurbeln und Schaltung liefern lassen, da ich so ein Bike mal selbst aufbauen und das Optimum für mich herausholen wollte. Ausgewählt habe ich dann Bremsen und Kassette von KCNC, Karbonkurbeln von SRAM und eine Shimano DI2 Dura Ace. Alles Teile, die an meinem alten Bike verschwendet gewesen wären. Dazu kommen für den Rennanzug noch Räder von Xentis und Corima dazu.

Spannend war dann das erste Wiegen. Rennfertig (d.h. mit Auffahrschutz, Polster und Garmin) zeigt die Nadel da knapp unter 10 Kilo an. Dabei ist noch etwas Potenzial nach unten da, weil die neuen Kurbeln noch nicht da sind. Da sind noch einmal gute 100 Gramm drin. Das muss man sich einmal reinziehen: ein Kurbelsatz für ein Rennrad wiegt 20 Prozent weniger als der leichteste von einem namhaften Handbikehersteller. Wenn man weiss, was im Rennradbereich für Kräfte walten, ist das schon echt eine Frechheit.

Naja, jetzt gibt es jedenfalls keine Ausreden mehr. Das Bike ist absolut top. Leicht und verwindungssteif. Die ersten Probefahrten verliefen äusserst vielversprechend. Die Polsterung muss noch optimiert werden und an die neue Position muss ich mich auch noch gewöhnen, aber die Anstiege sind erst einmal wesentlich schneller zu Ende als mit meinem alten Panzer. Was das in Watt bedeutet, werde ich erst wissen, wenn der Kurbelsatz da ist.

Mein erstes Fazit ist jedenfalls: es hat sich gelohnt. Ich werde weiter berichten.

 


11 Kommentare

  • Erika kommentierte am 23. Mai 2017

    Sehr schick das Teil. Ich wünsche Dir viel Erfolg damit und unfallfreies Fahren auf allen Straßen

  • Veit
    Veit kommentierte am 25. Mai 2017

    Und, ist das Rad Deiner Meinung nach alltagstauglich? – Oder eher nur für (Marathon-)Rennen?

  • Thomas Wagner
    Thomas Wagner kommentierte am 26. Mai 2017

    Hallo Veit, das Bike ist genauso alltagstauglich wie mein altes Radl. Nur eben wesentlich leichter und somit bergauf oder beim beschleunigen viel angenehmer zu fahren. Das macht sich schon bemerkbar. Man muss ja schließlich für Rennen auch trainieren und das am effektivsten in dem Bike, mit dem man die Rennen fährt. Da kommen dann alltags auch einige Kilometer zusammen. Deshalb sollte jedes Rennbike auch alltagstauglich sein.

    Viele Grüße
    Thomas

  • Veit
    Veit kommentierte am 26. Mai 2017

    Genau!

    Mir kommt bei Racebikes immer nur die Frage hoch, ob diese auch wirklich auf öffentlichen Straßen von den Auto- bzw. besonders LKW-Fahrern gesehen werden. Die „normalen“ Tourenbikes sind ja schon flach, aber Deines paßt in der Höhe zweimal in mein Gefährt.

    Aber Du versuchst das ja offensichtlich mit Beleuchtung und Signalfahne auszugleichen. Hast Du die Beleuchtung auch bei Tageslicht eingeschaltet? (OHNE Ironie: Irgend so eine „Mini-Rundumleuchte“ wäre doch gewiß nicht schlecht …)

  • Rolf Kersken alias rollirolf kommentierte am 26. Mai 2017

    Hallo Thomas,
    ein wirklich geiles Teil hast du da ! Wenn man bedent, dass wir das Jahr 2017 schreiben, dann sind schon Äonen vergangen für uns Rollis, um diese high-end technik zu implementieren.
    Hoffentlich setzt sich das weiter durch und wird bezahlbar.
    Mach doch mal noch ein paar schöne Trainingsfotos.
    Klar, und natürlich sicher Fahrt und viels Spaß, das ist die Hauptsache.

  • Thomas Wagner
    Thomas Wagner kommentierte am 26. Mai 2017

    @Veit:
    Also, ich habe mir da Lampen aus China geholt. Cree xm-l t6 bei Amazon für ca. 20 Euronen. Eine nach vorn und eine mit roter Folie beklebt nach hinten und beide im Blinkmodus. Der Mast ist ca. auf 1,20 m Höhe. Das sind absolute Höllenlampen. Wer die nicht sieht, sieht auch keine Kinder oder sonstwas. Das nur mit der Signalfahne ist etwas kritisch, weil die halt bei schneller Fahrt von vorne schlecht zu sehen ist. Da ist das mit einer blinkenden Lampe im Stroboskopmodus schon wesentlich besser. Aber bitte nicht bei Dunkelheit verwenden, sonst ist jeder, der dir begegnet für die nächsten Minuten ausser Gefecht. Die Teile werden auch als „taktische Taschenlampen“ benutzt.

    @Rolf
    Ich empfinde das ebenfalls als Frechheit, was in der Sanitätsbranche so als Hightech für viel Geld angeboten wird. Im Fahrradbereich würde das wohl gerade mal für den Baumarkt taugen. Auch das Gewicht von Aktivrollstühlen mit über 10 Kilo ist echt eine Zumutung. Schmicking, Panthera und einige andere beweisen ja, dass es auch anders geht.

  • Mike kommentierte am 26. Mai 2017

    Cooles Bike. Dann viel Spaß damit und allzeit gute Fahrt. Hast du das mit dem Zusammenbau alles alleine hinbekommen ? Von welcher Firma ist der Rahmen ? Sieht sehr interessant aus. Wollte dir schon direkt schreiben, habe aber deine Email etc. nicht gefunden. Wollte dich noch was spezielles fragen. Viele Grüße Mike

  • Veit
    Veit kommentierte am 27. Mai 2017

    Hallo @Thomas, Danke für Deine Tips! Eine Frage noch zum „Mast“. Ist dieser Marke Eigenbau und wie ist er am Rahmen befestigt? Vibriert die Konstruktion während der Fahrt, vor allem z.B. auf Straßenpflaster (solche unebenen Abschnitte kann man ja nie ganz ausschließen)? Zum Rennen werden dann sicher Fahne und Beleuchtung abmontiert, oder?

  • Thomas Wagner
    Thomas Wagner kommentierte am 27. Mai 2017

    @Mike:
    Das Bike gibt es natürlich auch komplett. Hatte halt einige Sonderwünsche und noch Teile herumliegen. Das Bike wird von Blade Custom gebaut (https://www.bladecustom.com)
    Meine Mailadresse ist thomas@handbike.de

    @Veit:
    Den Lampenträger habe ich mir von Schmicking bauen lassen. Der besteht aus dem Rohr, an dem Fahne, Lampen und Akkus befestigt sind und einer Schelle für die Achse. An der Schelle ist die Aufnahme für das Rohr, welches man mittels Schnellspanner schnell demontieren kann (für den Transport im Auto oder bei Rennen etc.). Die Akkus habe ich in eine Werkzeugflasche gepackt, die in einem normalen Flaschenhalter steckt. So ist alles schnell demontiert.
    Das Teil kannst du dir mit einem 25 mm Alurohr und Rohrverbindern aus Kunststoff auch schnell selbst bauen. Habe ich für mein Mountainbike gemacht.

  • Veit
    Veit kommentierte am 29. Mai 2017

    Hi @Thomas, kannst Du nicht mal ein paar Detailbilder von Deiner Leuchtenkonstruktion in Deinem Beitrag (nachträglich) veröffentlichen? Das würde sicher nicht nur mich interessieren … Danke Dir!

  • Thomas Wagner
    Thomas Wagner kommentierte am 7. Juni 2017

    Hallo Veit, sorry war über Pfingsten auf Tour. Ich werde jetzt mal in den Keller gehen und ein paar Fotos machen 😉

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