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Das Krimmler Achental – Ziel für geübte Hand-Mountainbiker

Autor: Albert Hirschbichler

Die Krimmler Wasserfälle sind weltbekannt. Weniger bekannt ist, dass oberhalb ein landschaftlich außergewöhnlich schönes Tal, vorbei am Krimmler Tauernhaus, bis zum Talschluss, befahrbar ist. Ein lohnendes Ziel für Wanderer, Biker, Ebiker (die immer mehr werden) und sogar Handbiker. Vor vier Jahren war ich zum letzten Mal dort. Eine herrliche Landschaft. Es wird mal wieder Zeit. Das Wetter passt. Also nichts wie hin!

Bad Reichenhall – Lofer – Zell am See – Mittersill – Krimml. Nach 120 km Anfahrt mit dem Auto starten wir um 8 Uhr in der Früh am Parkplatz nach dem ersten Tunnel der Gerlospassstraße (1175 m).

Nach wenigen Metern führt eine Sandstraße links ab. Unangenehm steil geht´s erst mal los. Der Grip ist gerade noch ausreichend und die Muskeln haben auch noch nicht Betriebstemperatur. Aber die Steilheit lässt bald nach und das Kurbeln gestaltet sich deutlich angenehmer. Beim Gasthaus Schönangerl überquert man zwischen den beiden großen Fällen die Ache und weiter geht es hinauf zu einem unbeleuchteten Tunnel (ca. 1500 m). Das ist ein paar hundert Meter lang, eine Taschenlampe wäre nicht schlecht, wenn man eine hätte.

Der Verfasser mit seinem geschätzten HandbikeNach dem Tunnel folgen noch ein paar kurze, aber durchaus steile Anstiege, bis sich das Tal weitet und man, über herrliche Almböden, ziemlich mühelos taleinwärts fahren kann. An den Bergflanken überall herrliche Zirbenwälder. Nach 12 Kilometern kommt man zum Krimmler Tauernhaus (1631 m). Ich habe heute einen guten Tag und verspüre noch kein Bedürfnis nach Pause. So fahren wir gleich weiter. Die Landschaft wird immer noch schöner. Oft flach, gelegentlich ansteigend geht es zu den Innerkeesalmen (ca. 1800 m). Eine Pause ist nun doch angesagt, bevor wir eine letzte Steigung zum Ende des befahrbaren Weges in Angriff nehmen. An der Talstation der Materialseilbahn zur Warnsdorfer Hütte in 1850 Meter Höhe ist wirklich Schluss. 18 Kilometer bis hierher.

Ein Schläfchen in der Sonne haben wir uns auf jeden Fall verdient. Durchs Fernglas betrachte ich die wilden Eisabbrüche des Krimmler Keeses hinten im Talschluss, denen wir bereits ziemlich nah sind. Der höchste Gipfel oberhalb ist die Dreiherrnspitze (3499 m).

Schließlich fahren wir auf dem gleichen Weg zurück. Ein paar Wolken ziehen auf, ich bedenke ob wir am Krimmler Tauernhaus gleich weiterfahren sollen. Aber es wäre ein Verbrechen wenn man an dieser traditionsreichen und gastlichen Stätte einfach vorbeifahren würde. Das geht nicht. Bei Schnitzel und Bier verziehen sich auch die Wolken wieder. Der Rückweg das Tal hinaus mit ein paar kleinen Gegenanstiegen macht keine Probleme.

Es war wieder mal eine selten schöne Tour. Schieben war keinen Meter nötig.

Ausrüstung:
Rad: Sopur Shark S
Reifen: vorn: Schwalbe Durano Slic, hinten: Schwalbe Marathon Plus

Begleitperson: Ingrid


3 Kommentare

  • Handbike-andi kommentierte am 20. August 2017

    Woaw sehr schöner Bericht, super Bilder. Danke für diesen Tourenbeschrieb Albert.

  • Peter kommentierte am 23. August 2017

    Hallo

    eine wirklich schöne Tour . Ich werde mir diese mal auf meinen Plan schreiben . Danke für den tollen Bericht und die schönen Fotos .

  • Kirsten kommentierte am 15. September 2017

    Wir sind die Tour gestern nachgefahren. Der Anstieg bis zum Tunnel ist 5km lang.Wer Ruhe sucht, sollte wirklich früh starten, über Mittag sind Massen unterwegs. Nach dem Tauernhaus wird es allerdings angenehm ruhig.
    Zurück rollt es wie von allein.
    Eine schöne Empfehlung. Danke!

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