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Alltag auf der Straße

Das Thema wurde bisher 3245 mal aufgerufen, die letzte Antwort ist vom 28.04.2012 um 23:23:07 Uhr.
Es gibt insgesamt 11 Beiträge von 11 unterschiedlichen Personen.
  • Alltag auf der Straße

    phoebe
    Hallo!

    Ich habe bisher nicht wirklich Einträge dazu gefunden und probier es mal. Sind hier auch Leute im Forum, die ihr Rad hauptsächlich im Alltag, und nicht für Rennen benutzen?
    Ich wohne in Berlin und bin seit einem halben Jahr hier mit Rad unterwegs. Meistens fahre ich auf der Straße, weil ich für den Fußgängerweg zu schnell bin.
    Ich habe meine Ausstattung ungefähr denen der Fahrräder angepasst (also Lichter, Reflektoren...), aber weiß bis heute nicht: Gelte ich als Rollstuhl oder als Fahrrad? Nichtmal Fahrschullehrer wissen darauf eine Antwort. Hat jemand von euch da Erfahrungen gemacht? Würde es gerne wissen, bevor ich mal von der Polizei angehalten werde..
    Und würde mich auch generell freuen, nen Alltagsfahrer kennenzulernen, ich bin doch nicht alleine, oder? ­čÖé

    Grüße, Phoebe
    1 mal vom Benutzer geändert, zuletzt am 15.03.2011 um 20:06:07 Uhr
  • Re: Alltag auf der Straße

    Hallo,
    ich bin auch nur Alltags und Freizeitfahrer.
    Bin ich Fahhrad oder Rolli? Die Frage habe ich mich auch schon gestellt. Ich tendiere zu Rolli. Ein Abschnallen und schieben des Bikes in der Fußgängerzone ist sicher schwer möglich.
    Gruss, Jo
  • Re: Alltag auf der Straße

    Hi, naja auch Handbiker, die Rennen fahren, bewegen ihr Handbike "im Alltag". Ca. 10.000 km im Training z.B. ;-). Ich weiß bis heute nicht, ob ich da ein regelkonformer Verkehrsteilnehmer bin. Die Autofahrer halten einen im Rennbike eh für einen Halbirren. Beim Vorspannbike kann man ja wenigstens noch erkennen, dass es sich um einen Rollstuhl handelt und kann dadurch mit etwas Rücksichtnahme rechnen. Ich würde mir da nicht so viele Gedanken machen. Fahr einfach, pass auf die anderen Verkehrsteilnehmer auf und habe Spass.

    Gruß,

    Thomas
  • Re: Alltag auf der Straße

    Rudolf
    Hallo,
    ich bin auch Alltags- oder Hobbyhandbiker. Ich fahre ein Lepushandbike von Hase. Obwohl ich nur mit "Fähnchen" - selbst gemacht aus alter Warnweste -, Warnweste, Dauerlicht und Helm fahre, muss ich in Städten besonders aufpassen nicht übersehen zu werden.
    In Fussgängerzonen und Bereichen, die für Fahrräder gesperrt sind - Strandpromenaden usw. -, fahre ich nur Schritt. Einmal hat ein Polizist mich angehalten. Zu einem Wortwechsel ist es erst gar nicht gekommen. Als er sah, dass ich nur noch ein Bein habe, fing er an zu schmunzeln, wünschte mir einen schönen Tag und winkte mich durch. Vermutlich wollte er mich absteigen und schieben lassen.
    Gruss
    Rudolf
  • Re: Alltag auf der Straße

    Carsten
    In Holland gilt man als Fahrradfahrer, in Deutschland als Außerirdischer ;o) . Ist wohl in Deutschland noch eine Grauzone, da nicht viele Handbiker tagtäglich unterwegs sind. Letztlich muß man immer aufpassen.
    Mir ist aber auch schon von älteren Männern darauf hingewiesen, ich solle rechts fahren, obwohl ich mit meinem normalen Rollstuhl auf einem gemischten Rad- und Fußgängerweg gefahren bin.
  • Re: Alltag auf der Straße

    ataxler
    Ich hatte vor einigen Jahren maleinen Unverschuldeten Verkehraunfall mit meinem Handbike. Ein Auto hatte mich übersehen und ist mir Seitlich voll rein, daß ich über die Motorhaube geflogen bin. Ich hatte vor Gericht eine Teilschuld(glaub 20%)bekommen, da ich nicht auf dem Fußweg gefahren bin, sondern 1m daneben auf dem Fahrradweg.
    Es ist immer Auslegungssache ob man, mit Rollstuhl (auch mit Bike), als Fußgänger oder Fahrradfahrer zählt.
  • Re: Alltag auf der Straße

    Ich wurde mit dem Rennbike bisher 1x von der Polizei aufgehalten, aber mehr als Neugierde, was für ein Fahrzeug das wohl ist. Wir haben uns ganz nett unterhalten und letztlich haben die beiden Herren nicht mal beanstandet, daß ich weder Licht noch Reflektoren an dem Bike hatte. Die sehen das als Sportgerät, wie Rennradfahrer halt auch.
    Was mich mittlerweile mehr stresst, sind die Anfeindungen der Autofahrer. Und da ist das Lustige, nicht (oder nur selten) die auf meiner Spur, sondern die, die mir entgegenkommen. Von Vogel zeigen, bis Scheibenwischer war schon alles da. Das hat zugenommen, je mehr ich mich in die liegende Position begeben habe. Mit dem ersten Bike saß ich noch relativ aufrecht, da war eigentlich nichts, dann das erste fast Rennbike, da war es dann schon schlimmer und seit ich ganz drinliege ist es mit der Toleranz ganz vorbei.
    In Fußgängerzonen hatte ich bisher auch noch keinen Ärger, obwohl ich schon mehrmals auf Polizisten und Leute vom städtischen Ordnungsamt getroffen bin. Aber da fahre ich auch langsamer als die Fußgänger unterwegs sind, und das passt.

  • Re: Alltag auf der Straße

    Hi
    In der Schweiz gelten Handbikes als Behindertenfahrstühle und nicht als Fahrrad, es besteht keine Versicherungspflicht. Invalidenfahrstühle dürfen auf Fussgängerzonen und Strassen gefahren werden, wobei dann die Bestimmungen für Radfahrer sinngemäss angewendet werden.
    Den entsprechenden Artikel findet ihr im Link.

    Kann sein dass in der EU ähnliche Regeln bestehen.

    http://www.cerebral-bern.ch/uploads/media/Versicherungsschutz_01.pdf (Versicherungsschutz)
    Wir (handbike.de) übernehmen ausdrücklich keine Haftung für den Inhalt der externen Links.
  • Re: Alltag auf der Straße

    Im deutschen Verkehrsrecht sind grundsätzlich drei Personengruppen vorgesehen:
    - Kraftfahrzeugführer,
    - Fahrradfahrer,
    - Fußgänger.
    Es gibt dazu noch kleine Ausnahmen (der E-Rollifahrer bis 6 km/h und anderes), die in irgendwelchen Nebensätzen mal angesprochen werden.

    Der handelsübliche Rollstuhlfahrer wird dem Fußgänger gleichgestellt. Das Handbike ist nicht vorgesehen und damit auch nicht geregelt. Gleiches gilt übrigens auch für die Inline-Skater. Sie werden als Fußgänger behandelt. Viele Kommunen weisen in ihrem Bereich den Skatern einige Radwege speziell aus, die sie dann benutzen dürfen.

    Ich denke, für uns Handbiker wird es so sein wie in allen anderen gesetzesfreien Bereichen auch. Es muß erst ein schlimmes Ereignis (Verkehrsunfall mit mindestens schwerem Personenschaden) eintreten. Es kommt dann zu einem Gerichtsurteil, welches anschließend Gesetzescharakter hat. Möglicherweise schließt sich an solch ein Urteil dann eine Gesetzesinitiative an.

    Vielleicht ist ja schon irgendetwas in der Art passiert, dann schreibt mal drüber, es würde mich interessieren.

    Ansonsten würde ich mich eher nicht um eine gesetzliche Regelung bemühen, man würde uns Handbiker viel zu doll reglementieren.
  • Re: Alltag auf der Straße

    Veit
    Der Thread ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, allerdings komme ich jetzt erst dazu meinen Kommentar abzugeben.

    Ich fahre von Beginn an (seit 2000) fast ausschließlich im öffentlichen Verkehrsbereich. Während dieser Zeit gab es NIEMALS Probleme mit der Polizei oder irgendwelchen anderen Ordnungshütern. Bei den Autofahrern sieht es etwas anders aus. Obschon die übergroße Mehrheit mich in meinem Gefährt als gleichberechtigten Verkehrsteilnehmer akzeptiert, gibt es doch hin und wieder Dunkeltapser. Einige geben teilweise lautstark ihren Unmut kund, manche meinen, mich über die angebliche Gefährlichkeit meines Tuns belehren zu müssen. Ein wichtiger Einflußfaktor für die Anzahl der Negativreaktionen scheint das Wetter zu sein. Bei manchen Witterungsbedingungen (z.B. im Winter) sind die Leute wesentlich weniger entspannt, als z.B. bei herrlichem Frühlingswetter. Inzwischen gab es auch schon einige wenige Fälle, wo ich den Eindruck hatte, daß die Autofahrer versucht haben, mich mit ihrem Fahrzeug entweder bewußt knapp zu überholen (und damit mich einzuschüchtern) oder mich sogar an den Straßenrand zu drängen. Mit guten Nerven ist man da ganz gut beraten.

    Die positive Nachricht: diese Idioten sind in der absoluten Minderheit. Während meiner gesamten Handbikerlaufbahn ist es bei mir noch nie zu einem Unfall gekommen. VORAUSSCHAUENDES Fahren ist aber unerläßlich! Lieber einmal umsonst oder zu früh gebremst, als sich ein Auto von unten anzuschauen.
  • Polizei und die Autofahrer

    Hallo,
    vorab,ick bin recht neu mitn Handbike unterwegs,fahre jetzt ca 3 Wochen mitn Schmicking S3.
    Heute wurde ick von der Polizei rausgezogen...sah den POlizist schon an de Seite stehn,wie er an sein Lasergerät stand und dacht mir,will der mich jetzt ?
    Und tatsache,er zog mich raus^^
    zu schnell war ick auf de 50er Strecke aber nicht (wäre ja zu schön),aber er fragte warum ick nicht den Radweg benutze,dieses Vergehen würde mich 15,- Kosten.
    Er sah dann auch gleich das mein Licht für vorne fehlt,das ick aber hinten im Netz hatte.Zeigte ihm das mein Licht funktioniert und es mitn Schnellspann ratzfatz montiert wäre.
    Da meinte er dann,ab 11 kg Gewicht des Bike müsste ick einen Dynamo dran haben. Das S3 ist knapp über 11kg,hab ihn aber weis gemacht das es nur 10,5 kg wiegen würde.Da wurden seine Augen größer und ick meinte jaja,würde ja gerne aussteigen,damit er mal kurz anheben kann,auf Grund meiner Querschnittlähmung,kann ick jedoch nicht raus.Erst jetzt verstand er,was das für ein Bike ist und warum man es mit de Arme antreibt.
    Er wurde dann ganz freundlich und wir haben noch bissl über das Handbiken geredet,das ick für meinen ersten Marathon trainiere.
    Er lies mich dann auch ohne 15,- Strafe davon fahren.
    Was mich jetzt aber mal interessiert,wie das bei euch ist,mitn Licht,habt ihr denn einen Dynamo am Bike ? (sofern es 11kg oder mehr wiegt)
    Mit Autofahrern hatte ick in den 3 Wochen nur ein Problem im Kreisverkehr,dort wurde ick übersehen und wurde knapp verfehlt.Gerade im Kreisverkehr stell ick mir das Gefählich vor,besonders wenn man nicht gleich die erste Ausfahrt raus muss und die Autofahrer die Geschwindigkeit falsch einschätzen und noch vor dir rein wollen.
    Aber überwiegend isses so,das die meisten mal sehn wolln wie schnell man so is und fahren langsam hinter,obwohl se zum Überholen alles frei hätten.(Habe hinten nen Rollifahrer-Zeichen drangemacht)

    Wenn ick alleine fahre,werd ick Hauptsächlich Rundkurs (11km) fahren,Touren nur in Begleitung eines Fussgängers mit Rennrad.
    Fahre Berliner Rand (Strausberg,Hoppegarten,Petershagen)
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