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Handbikes auf RTFs?

Das Thema wurde bisher 3754 mal aufgerufen, die letzte Antwort ist vom 01.06.2012 um 00:28:07 Uhr.
Es gibt insgesamt 17 Beiträge von 7 unterschiedlichen Personen.
  • Handbikes auf RTFs?

    Ich selbst fahre manchmal RTFs mit (RadTourenFahrten), jedoch nicht mit Handbike (bin Fußgänger). Ich habe bisher noch nie Handbikes bei RTFs gesehen. Fahren Handbiker keine RTFs (Sicherheitsbedenken?) oder hat die Szene RTFs noch nicht für sich entdeckt? Ich denke, im Prinzip sind RTFs doch Handbike-tauglich.
    j.
  • RTF und Handbiker

    Hallo Jenss,
    wir nehmen hier in NRW regelmäßig an RTF Touren teil. wo fährst Du denn mit? Du hast recht, leider sind wir immer noch die Exoten bei den Touren, aber wir sind immer gern gesehen.
    Sonnige Grüße
    Pia
  • RTF und Handbiker

    Veit
    Hallo Jens,

    ich denke, das ist von Region zu Region sehr verschieden. Im Großraum Dresden nehmen (abgesehen von mir) öfters mal Handbiker an solchen Veranstaltungen teil - z.B. auf dem Fahrradfest der Sächsischen Zeitung.

    Und natürlich bin ich ebenfalls regelmäßig auf den anspruchsvolleren Touren zu finden, so daß mich die "Cracks" hier schon kennen und wissen, was ich treibe.

    Ist ein prima Gefühl, als Gleicher unter Gleichen akzeptiert zu werden. Nur Sonntagsfahrer und Möchtegern-Rennfahrer bringen nicht die Klappe zum Gruß auf. Aber die fahren sowieso in einer anderen Startklasse...

    Ciao!
    Veit
  • RTF und Handbiker

    Ich fahre im Hamburger Raum RTFs. Bisserl "Exot" bin ich auch, da ich mit Tretroller fahre.
    Also es gibt durchaus Handbiker bei RTFs. Dann ist es wohl halt nur Zufall, dass ich noch keine traf :-). Handbiker treffe ich sonst nur mal bei Rennen (Velotour Frankfurt etc.), da Tretroller oft ähnliche Startzeiten haben wie Handbiker.

    Wer auch Kniebike fahren kann, zieht der bei RTFs ein solches einem Liegebike vor? Kniebikes sind doch bergtauglicher, aber weniger aerodynamisch, soweit ich weiß. Die Verkehrsübersicht stelle ich mir beim Kniebike besser vor. Aber vom Speed her macht ein Liegebike vielleicht mehr Spaß.

    BTW: Wie stehen wohl die Chancen, dass Samuel Koch noch wird Handbike fahren können? Würde es ihm wünschen (ich lese gerade sein Buch).
    j.
  • RTF und Handbiker

    Ich fahre selber ein Kniebike und fahre selber Touren und selten Rennen.(oder auch Sitzbike...[wer hat/braucht schon sowas wie Kniee ;)]). Ich stelle mir RTFs mit Liegebike statt Sitzbike anstrengender vor. Weniger Verkehrssicherheit, weil man niedriger sitzt, Schulterblick ist bestimmt auch nicht so einfach wenn man da rumliegt, und ich bin selber flexibler was dass rein und rauskommen angeht, und das Bewegen an sich IM Handbike. Weniger Platz auf dem Bike (für evtl. Gepäck) hat man durchs Liegen auch noch.


    Ob der Samuel jemals Handbike fahren könnte...keine ahnung, hängt von seinem Rücken und seiner Entwicklung ab. Was der in den Medien so gepusht wird, weil der vor zigtausend leuten im Fernsehen seinen Unfall hatte (ziemlich schräge und sinnfreie Aktion, das hat doch nichts mit Sport zu tun) und nun ein Buch schreibt? Ja gut, schlimme und hohe QSL hin oder her, ich bin ja "nur" amputiert.



    Vielleicht sollte ich auch mal ein Buch schreiben und zur Medienhure mutieren.
  • erst denken dann tippen

    leider feht Dir nicht nur das Bein sondern auch das Wort Respekt und Toleranz!!!!

    Der Kerl ist schon bestraft genug

    chris
  • Ansichtssache

    Veit
    Also ich kann Boernis Meinung gut nachvollziehen.... Erinnert sich heute noch jemand an Daniel Küblböck oder alle die anderen, die meinten, ihre Lebensgeschichte sei spannend genug, um als "Schriftsteller" eine breite Öffentlichkeit mit ihren geistigen Ergüssen zu beglücken?

    Samuel Koch hatte bei seinem Unglück nur eine ganze Menge Zuschauer, und die wollen natürlich weiter unterhalten werden. Davon profitieren auch finanziell eine ganze Menge Leute. Nur liegt es an Herrn Koch selbst, wie sehr er sich selbst medial prostituiert.

    Möglicherweise ist es ihm gar nicht bewußt, wie sehr er sich in überkommene Denkmuster und Klischees seiner "normalen" Mitbürger einfügt. Oder er nimmt es in Kauf, bloß, um im Gespräch zu bleiben. Das wäre dann allerdings ziemlich fragwürdig, weil er damit den aktiven, aber ihre Situation realistisch einschätzenden Zeitgenossen mit Handicap keinen Gefallen erweist.
  • ------Back to topic

    Carsten
    Also wenn wir mal erlich sind, es gibt viele Rollstuhlfahrer, die für ihre Behinderung in gewissem Maße verantwortlich sind. Sie haben einen Fehler gemacht beim Motorradfahren, beim Baden oder bei einer Sportart. Samuel Koch kann man ja noch zu Gute halten, daß er Artist werden wollte und der Auftritt bei Wetten daß... etwas mit seinem Beruf zu tun hatte. Er hatte eben Glück, daß sein Unfall in der Öffentlichkeit passierte und er so die beste Unterstützung bekommt.
    Ob das Buch nun seine Idee ist, ist fraglich. Vielleicht wollt man ihn auf diese Weise finanziell etwas zukommen lassen.

    Ich ärgere mich aber über folgenden Punkt:
    Wenn ein Rollstuhlfahrer im Fernsehen porträtitiert wird, der die beste Unterstützung hatte, dann fällt oft der Satz "man darf sich nicht hängen lassen". Ja soll das etwa heißen, alle anderen sind nur Luschen. Wenn immer gerade einer als Vorbild hingestellt wird, ist das wie ein Schlag ins Gesicht.

    Aber zurück zum eigentlichen Thema:

    Die Vätternrundan funktioniert doch so ähnlich wie eine RTF, also auch keine Platzierung.
    Ich denke mal die RTF sind einfach nicht so bekannt. Oft sind die Strecken für Fahrräder nicht auch gleichzeitig für Handbiker geeignet.


  • Eignung von RTF für Handbiker

    Veit
    Hallo Carsten,

    das ist eine ehrliche Frage (also ohne Hintergedanken): Wieso sind Deiner Meinung nach manche RTF nicht für Handbiker geeignet?

    Wegen evtl. Steigungen, die im Racebike aufgrund der extrem liegenden Position sowie den "Renn"übersetzungen kräftemäßig nicht mehr vernünftig zu fahren sind? Oder ist es der Umstand, daß die Strecke manchmal über unbefestigte Pisten führt? Oder ist es einfach nur die Streckenlänge?

    Es wäre doch mal interessant, herauszufinden, was die Mehrheit der Handbiker für machbar /akzeptabel hält. Dann könnte man nämlich auch auch auf die Organisatoren solcher Veranstaltungen zugehen und wegen geeigneter Strecken anfragen. Handbiker sind auf jeden Fall eine Bereicherung für öffentliche Radsportveranstaltungen, auch im Sinne der Inklusion.
  • Streckenlänge

    Thomas Wagner
    Tach zusammen,

    ich denke mal, die Eignung hängt auch sehr mit der gewählten Streckenlänge zusammen. Die 40 km Familientour sollte wohl jeder Handbiker hinbekommen, der sein Bike wöchentlich bewegt. Problematisch wird es halt bei den langen Kanten, weil dann irgendwann der Besenwagen kommt. Aber dann ist man halt allein unterwegs (wie sonst ja auch). Manchmal ist dann ja auch noch einer im Zielbereich, der die Ankunft registriert 😉

    Gruß

    Thomas
  • Qualität der Wege

    Carsten
    Es gibt ja viele Rad- und Feldwege, die für Radfahrer noch OK sind, die für Handbiker aber keinen Spaß machen. Man hat als Handbiker eben drei Spuren und wenn der Weg zu schmal oder zu holprig ist, wird's schwierig. Die Steigung ist ja nur dann ein Problem wenn man in der Gruppe fahren will, da man als Handbiker die anderen vielleicht aufhält.

    Ich habe vor drei Wochen an der Radio SAW-Fahrradtour nach Oschersleben teilgenommen. Nach 15km habe ich ernsthaft überlegt aufzuhören, weil der Anstieg für mich zuviel war (50m auf 1,5km; Feldweg) und ich nicht wußte, wie der Rest der Strecke aussieht. Immerhin wird man von den Radfahrern freundlich aufgenommen. Sie haben auf mich gewartet und überlegt, wie man ein paar Steigungen umfahren kann.

    http://www.gpsies.com/map.do?fileId=ysinqxnjmyltajfs&referrer=trackList (Ohretour)
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  • Dabeisein ist alles!

    Veit
    Hallo Carsten, also hast Du doch auch - was die "Anerkennung" durch die anderen Fahrer betrifft - positive Erfahrungen gemacht. Das motiviert doch zusätzlich, oder?

    Und Thomas, wenn ich an langen RTF teilnehme, fahre ich meist bereits vor dem offiziellen Start los. Ich fahre als Handbiker sowieso auf anspruchsvolleren (also bergigen) Strecken nicht gemeinsam mit "normalen" Radfahrern. - Denn wenn die anderen bummeln müssen bzw. Du selbst immer Anschlag fährst (bzw. dich dazu "verpflichtet fühlst"), ist das für keine Seite besonders erbaulich. Allein ist es viel entspannter, obwohl selbst die vorbeifahrenden Radfahrer bei mir einen positiven Effekt auf das Tempo haben. Man fühlt sich da irgendwie mitgerissen...
  • Zum Buch

    Ich finde das Buch übrigens ganz hervorragend. Ich denke, es ist wertvoll, dass es so ein Buch gibt. M.E. ist zwischen beinamputiert und Tetraplegiker ein sehr großer Unterschied. Man lese z.B. die Seiten 160 und 161. Ich hatte die ganze Sache vor Lesen des Buches auch unterschätzt.
    j.
  • Schlecht zu fahrende Abschnitte?

    >Ja soll das etwa heißen, alle anderen sind nur Luschen. Wenn immer gerade einer als Vorbild hingestellt wird, ist das wie ein Schlag ins Gesicht.

    Ich kann den Gedankengang verstehen, aber ich meine auch, dass das nicht unbedingt immer gleich so gedeutet wird. Das Buch finde ich in dem Punkt absolut fair. Ich denke, das mit dem "Vorbild" kommt nicht direkt von Samuel selbst, das sagen andere.


    >Ich denke mal die RTF sind einfach nicht so bekannt. Oft sind die Strecken für Fahrräder nicht auch gleichzeitig für Handbiker geeignet.

    Das dachte ich auch schon. Welche Strecken-Abschnitte wären z.B. nicht gut geeignet für Handbiker? Liegt es am Wendekreis oder ist das Fahren auf der Straße unangenehm, wenn kein Radweg vorhanden ist? Ich selbst fahre RTFs jetzt meist mit Renntretroller, also auch zu 95% solo und nehme öfter den Radweg, während Rennradler die Straße auch meistens alleine benutzen.
    j.
  • Mitwirkung an RTF

    >Es wäre doch mal interessant, herauszufinden, was die Mehrheit der Handbiker für machbar /akzeptabel hält. Dann könnte man nämlich auch auch auf die Organisatoren solcher Veranstaltungen zugehen und wegen geeigneter Strecken anfragen. Handbiker sind auf jeden Fall eine Bereicherung für öffentliche Radsportveranstaltungen, auch im Sinne der Inklusion.

    Sehe ich auch so. Vielleicht kann eine Handbikegruppe auch mal mitwirken an einer RTF-Strecke oder Gestaltung.
    j.
  • Zeit kein Problem

    >ich denke mal, die Eignung hängt auch sehr mit der gewählten Streckenlänge zusammen. Die 40 km Familientour sollte wohl jeder Handbiker hinbekommen, der sein Bike wöchentlich bewegt. Problematisch wird es halt bei den langen Kanten, weil dann irgendwann der Besenwagen kommt. Aber dann ist man halt allein unterwegs (wie sonst ja auch). Manchmal ist dann ja auch noch einer im Zielbereich, der die Ankunft registriert 😉

    Ich denke, die Zeit ist kein Problem. 150 km-Rennradler brauchen (wie ich mit Tretroller bei ~120 km) auch mal gut 7 Std. (inkl. Pausen). Die 45 km-Strecken wären zeitlich selbst für Jogger machbar :-). Besenwagen habe ich noch keine bei RTFs getroffen.
    j.
  • Sichtbarkeit

    >Es gibt ja viele Rad- und Feldwege, die für Radfahrer noch OK sind, die für Handbiker aber keinen Spaß machen. Man hat als Handbiker eben drei Spuren und wenn der Weg zu schmal oder zu holprig ist, wird's schwierig.

    Bei RTFs kommen Feldwege aber so gut wie nicht vor (dafür sind CTF). Nur Kopfsteinpflaster kann auf kurzen Strecken vorkommen, ist aber auch eher selten. Zu schmal dürfte auch kaum vorkommen. Ich frage mich im Wesentlichen, ob man sich mit Handbikes alleine auf der Straße unwohl fühlt. Naja, ich bin selbst auch RTFs mit Tieflieger (M5 Lowracer) gefahren (ohne Fahne) und fand das im Großen und Ganzen ok..
    j.
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