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Rotatorenmanschettenabriss

Das Thema wurde bisher 2936 mal aufgerufen, die letzte Antwort ist vom 20.09.2012 um 10:06:33 Uhr.
Es gibt insgesamt 6 Beiträge von 3 unterschiedlichen Personen.
  • Rotatorenmanschettenabriss

    Hallo,

    ich bin ganz verzweifelt, habe einen Rotatorenmanschettenabriss und noch eine andere Sehne die angegriffen ist. War beim Orthopäden, der schon mal in einer querschnittsklinik Oberarzt war, der hat mir geraten, mich nicht operieren zu lassen, hingegen der Radiologe, der ein MRT gemacht hat, sagte das es möglich sei und der Riß nicht zu lange her sein kann, da ich noch alle Muskeln habe, Der Sehenabriss ist 2 cm.

    Ich hatte schon mehr als 2,5 Jahre Probleme mit der Schulter bzw. Bizeptsehen, konnte mein Arm auch nicht mehr richtig hochhebe, zwischendurch hat er mich gespritzt, dann ging es wieder einigermaßen. Aber jetzt hatte ich darauf bestanden, da er ein MRT macht, nun so ein Ergebnis..

    Wer von Euch ist schon mal operiert worden und kann mit seine Erfahren berichten.

    Ist der Arm nach einer OP wieder voll funktionfähig, auch wenn der Arm vor der OP lange entzündet war.

    Würdet Ihr die OP wieder machen lassen?

    Wie lange hat es gedauert, bis Ihr den Arm wieder ohne große Schmerzen bewegen konntet.

    Ist die Bewegung nach einer OP genauso wie vor dem Abriss der Sehne?

    Was bedeutet es, wenn man keine Op macht, wie ergeht es Euch, falls Ihr nicht operiert worden seid?

    Vielleicht kennt Ihr aber auch nur jemand im Rollstuhl.

    Zufällig jemand hier, der in Kassel operiert worden ist?

    Hoffe, das Ihr mir weiterhelfen könnt.

    LG
    Sylvia
  • Rotatorenmanschette

    Hi Sylvia,

    Es gibt keinen 'Rotatorenmanschettenabriss'. Die Rotatorenmanschette ist ein Muskelverbund, bestehend aus Supraspinatus, Infraspinatus, Subscapularis, Teres minor und seitlichem Deltamuskel, wenn ich mich recht erinnere, dessen Aufgabe es ist, das Schultergelenk zu stabilisieren, also zu verhindern, dass der Oberarmkopf aus der Pfanne 'fällt', und, wie der Name schon sagt, den Arm in allen Richtungen der Rotation zu unterstützen. Was bei dir ab- oder vielleicht auch nur eingerissen ist, ist vermutlich einer der Sehnenansätze dieser Muskeln, ich tippe mal auf den Supraspinatus. Solche Probleme treten auf, wenn die einzelnen Muskeln der Rotatorenmanschette unergonomisch belastet werden, so dass der ganze Verbund aus der Balance gerät, wenn unter dem Schulterdach, unter dem der Supraspinatus verläuft, so wenig Platz ist, dass sich die Sehne am Knochen reibt oder wenn sich Kalkablagerungen bilden, an denen sich die Sehne reibt.
    Bei mir traf ersteres zu durch eine unergonomische Kurbelführung im Handbike, ich hatte vor 2 Jahren einen Einriss der Supraspinatus- und Bizepssehne und die Schmerzen waren so schlimm, dass ich wie du den Arm nicht mehr heben und nachts kaum mehr schlafen konnte. Ich war bei den Topexperten Prof. Habermeyer, Prof. Brunner und Prof. Wessinghage in der Sprechstunde, einer riet mir zur sofortigen Operation, zwei andere zur konventionellen Behandlung mit Physiotherapie und begleitendem Krafttraining. Da mich eine OP mindestens 8 Wochen lang zum Pflegefall gemacht hätte, habe ich mich für den konventionellen Weg entschieden und nach vielen frustrierenden und schmerzhaften Wochen stellte sich schließlich doch eine Besserung ein, nach etwa einem halben Jahr war ich wieder so weit, dass ich wieder uneingeschränkt dem Leistungssport frönen konnte. Ich habe meine Kurbelposition etwas geändert und vor allem gehe ich seither regelmäßig zur Physio und trainiere gezielt die Rotatorenmanschette, um muskulären Disbalancen entgegenzuwirken. Nach harten Trainingseinheiten zwackt es immer mal wieder ein wenig, aber ich denke, dass ist in meinem Alter normal und die Hauptsache ist, es bleibt stabil und erträglich.
    Sollte der Grund für deine Beschwerden einer der beiden letztgenannten sein, wäre eine OP eher indiziert, da hier die konventionellen Methoden natürlich nicht greifen.

    Last not least sei noch erwähnt, dass ich Rollstuhlfahrer kenne, die sich bei ähnlichen Beschwerden für eine OP entschieden haben und danach auch sehr zufrieden waren. Es ist auf jeden Fall der schnellere Weg, wenn alles gut geht. Ich würde es aber nur von einem Topexperten machen lassen, denk dran, ohne funktionierendes Schultergelenk, hast du nicht mehr viel, womit du dich noch aus eigener Kraft fortbewegen kannst 🙂

    Gute Besserung,
    Elmar

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  • Subakromiale Enge mit Teilabriss der Supraspinatussehne...

    Hallo,

    danke erstmal für Dein Feedback, ich habe erst heute meinen Bericht bekommen:

    Nachweis eines Teilabrisses der Supraspinatussehne mit vollständiger Kontinuitätsunterbrechnung im zentralen Sehnenabschnitt und etwas 2 cm großer Sehenlücke mit Retraktione des proximalen Sehnenstumpfes zwischen Apex des Humeruskopfes und Glenoidrand entsprechend einen Retraktionsgrad II nach Patte. Es sind noch durchgängige Sehenanteile im vorderen und hinteren Abschnitt erkennbar, die allerdings längerstreckige Signalintensitätsanhebungen aufweisen im Sinne einer chronischen Tendinose.

    Usw.

    Beurteilung: Subakromiale Enge mit Teilabriss der Supraspinatussehne im zentralen Sehenabschnitt bei chronischer Tendinose der übrigen Sehnenanteile und Retraktiosgrad II und allenfalls geringer muskulärer Atropie Grad 1.

    Leider schleppe ich mit schon 2,5 Jahre mit Schulterbeschwerden rum und der Doc, der mal in einer Querschnittklinik gearbeitet hat, habe ich vertraut, ich bekomme Stoßwellentherapie und Cortison spritzen, was wahrscheinlich die Sehne auf Dauer nicht besser gemacht hat, sondern dünner. Letztendlich bin ich natürlich selber Schuld, wäre ich bezüglich meinen Schulterbeschwerden nochmal zum anderen Arzt, hätte der mich schneller zum MRT geschickt und nicht 2 Jahre gewartet.

    Na ja, nun ist es so.

    Da ich die Entzündung schon über 2, 5 Jahre habe, weiß ich nicht, ob es noch operiert werden kann.

    Ich würde lieber operiert werden um dann irgendwann wieder Handbike E-Antrieb, Flexibar und Zumba machen zu können, das ist noch das einzige, was ich überhaupt sportlich machen kann, aufgrund zahlreicher anderer Gesundheitlichen Probleme.

    1 Jahr kontinuierlich mit der Schulter arbeiten zu können, dürften mir aber keine gesundheitlichen Probleme dazwischen kommen, was leider in den letzten Jahren immer wieder der Fall war.

    Für jeden weiteren Tipp bin ich dankbar, wer kann mir noch mit Naturheilkunde etwas raden, bezüglich der Sehenentzündungen?

    LG
    Sylvia









  • Sehnenscheidenentzündung...

    ...hab ich bisher mit Globulis (Arnica,Rhus -Toxidendron und Ruta) ganz gute Erfahrungen gemacht.

    Du kannst auch Umschläge mit Retterspitz machen.

    Was auch als Entzündungsallheilmittel gehandelt wird ist Boswellia serrata (Weihrauch).Das wirkt wie Kortison,ohne Nebenwirkungen zu haben.

    VG,Peter
  • @Eifel Peter noch eine Frage 😉

    Oh super, danke, aber wie sollte die Dorsierung sein, habe gerade nur Rhus Toxicodentron D6 und Arnica D6, leiter finde ich für D6 keine Dorsierung im Internet.

    Wenn das wirklich hilf, fall ich um, aber man sollte das ja über einen langen Zeitraum einnehmen.

    Woher kann ich das Weihrauchmittel im Internet beziehen? Damit es auch genug Wirkstoffe hat? Ohne Pestizide/Schadstoffe.

    Mist die Flasche Retterspitz habe gerade wegeworfen, ich konnte es einfach nicht trinken, puh, hätt ich das gewußt, das man auch Umschläge damit machen kann ;-).

    Hab die Woche einen Bericht über Teufelkralle auf ZDF Info gesehen und es soll auch helfen, nur das Problem ist, das man gute Teufelskralle bekommt, die den bestimmten Wirkstoffgehalt hat, weil es nur dann hilft.

    Hast Du selber mal damit die Entzündung wegbekommen? Hattest Du es zufällig auch Sehnen entzündet?

    LG
    Sylvia

  • Sehnenscheidenentzündung...

    Was die Dosierung angeht beziehe ich mich jetzt mal auf meinen GU-Ratgeber:

    D6 ist schonmal die richtige Potzenz.

    5-10Globuli in hochakuten Fällen alle 5-10Min (max.5 Gaben)
    im akuten Fall alle 2 Std (max.24Std)
    im Normalfall dreimal täglich

    Am Besten fragst Du in der Apotheke oder beim Heilpraktiker nach,da ich da kein Experte bin.

    Wie gesagt,ich hole die Infos aus meinem GU-Ratgeber für Homöopathie.

    Retterspitz gibt es für innerliche Anwendung (grüne Flasche) und äüßerliche Anwendungen(rote Flasche).

    Das Weihrauchpräperat sollte originaler indischer Weihrauch sein.Ich hab den in der Apotheke besorgt und nicht im Internet.Der kostet aber auch ein bisschen.
    Die Wirkung davon setzt aber recht zügig ein,im Gegensatz zur Teufelskralle.

    Diese Infos habe ich von meinem Osteopathen/Orthopäden,der ein Meister seines Fachs ist.

    Ich hatte schon häufiger mit Sehnenentzündungen zu tun.

    Triggern hat in meinem Fall auch immer ganz gut geholfen oder auch Meditape.

    Alles in allem kostet das schon Zeit und man darf nicht hoffen,dass die Schmerzen innerhalb der ersten Woche verschwinden.

    VG,Peter
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