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Runde Bewegung

Das Thema wurde bisher 1595 mal aufgerufen, die letzte Antwort ist vom 03.04.2013 um 19:19:44 Uhr.
Es gibt insgesamt 10 Beiträge von 3 unterschiedlichen Personen.
  • Runde Bewegung

    Ich hab noch nie längere Gefahren, aber warum sollte man da keine runde Bewegung mehr hinbekommen?
  • Beitrag gehört unten hin

    Sorry der Beitrag gehört natürlich unten hin
  • sind mehrere Faktoren...

    Es sind natürlich mehrere Faktoren für die Kurbellänge maßgeblich. Sitzposition und
    die Kurbelbreite ist da natürlich auch ausschlaggebend.
    Die Kurbelbreite sollte nicht zu groß sein. Niemals breiter als die Schultern. Da verschenkt man nur Kraft.
    Deine Arme sollen auch nicht in eine komplette Streckung und auch die Beugung sollte nicht zu stark sein, sonst kommst Du aus der Beugungsbewegung nur zäh wieder raus. Bei Kurbelbreiten (von Mitte Griff zu Mitte Griff) gemessen, jenseits der 400mm kann es das schon geben, daß die Kurbel länger ist als 190, aber darunter? Von solchen Kurbelbreiten halte ich aber nichts.
  • Warum soll

    man mit breiten Kurbeln Kraft verschenken, erkläre mir das mal?
  • weil der beste...

    Kraftvektor einfach mal nicht nach aussen, sondern nach innen wirksam wird. In sitzender Position wird die optimale Kraft dann übertragen, wenn die Kurbelbreite etwas unter der Schulterbreite liegt.
    Je mehr man liegt, desto schmaler werden die Kurbeln und liegen sehr weit unter der Schulterbreite.
    Kurbelbreiten von 290mm und teilweise darunter sind heute keine Seltenheit mehr.
  • Überzeugt nicht

    wenn dem so wäre, müßte man bei sämtlichen Kraftübungen mit der Langhantel, egal ob senkrecht, flach, schräg oder negativ, eng mehr drücken als breit, was aber nicht stimmt.
    Die Kurbeln werden nicht schmäler je mehr man liegt, sondern man guckt bei Hochfrequenzkurblern ab. Es ist eine Modeerscheinung, mehr ist da nicht. Meine Erfahrung ist, dass mit kleiner werdender Griffweite auch der Brustmuskel weniger effektiv arbeitet, was durch andere Muskeln ausgeglichen werden muß, was wiederum zu Überlastungen dieser Muskeln führt. Man kurbelt quasi vor der Brust als mit den Brustmuskeln, einige sogar überwiegend aus dem Unterarm und der Hand ... der Tennisarm läßt grüßen.
    Mit engeren und kürzeren Kurbeln lässt es sich etwas schneller Kurbeln, was in der Ebene den Kraftverlust kompensiert, aber nicht an Anstiegen. Gut, wer keine Probleme damit hat die Drehzahl um 20% zu erhöhen um eng und kurz zu kurbeln, bzw. um die gleiche Leistung zu erbringen wie mit breit und lang, wenn es Spaß macht, bzw. ein Podestplatz winkt, ok, aber ansonsten, überflüssig. Wo nicht Drehzahl sondern Kraft gefragt ist, zählt allein das Hebelgesetz, in diesem Fall die Kraft und die Kurbellänge. Wer keine Rennen fährt und es hügelig mag oder muß, wird um breite Griffweiten mit langen Kurbeln nicht rumkommen.

  • da sind wir leider vom Thema weg...

    Das kannst Du mit einer Übung auf der Hantelbank nicht vergleichen, da muß ich das Gewicht der Hantel auch noch balancieren und einen Mittelweg finden.
    Die optimale Sache ist, wenn ich den Anpressdruck von der Rückenlehne über die Arme an die Kurbel bringe. Das wäre eine gedachte, gerade Linie zwischen Schulter und Kurbel. Da der Körper dazu neigt, sich den leichteren Weg zu suchen, ist es günstiger, den Krafteinsatz dabei noch etwas nach innen zu lenken, um eben ein ausbrechen zu verhindern.
    Das wurde alles hier im Forum schon diskutiert und es gibt sogar eine Formel zur Berechnung der optimalen Kurbelbreite +- dem eigenen Empfinden.
    Ist ja beim normalen Fahrrad auch so, oder warum gibt es den Q-Faktor?

    Aber zurück zum Thema des Threaderstellers.
    Also, längere Kurbeln bringen mehr Hebel auf, soweit die Theorie. Die Kurbellänge wird aber auch bestimmt durch die Sitzposition, Kurbelbreite, Kurbelhöhe (man muß ja an den Oberschenkeln/Becken vorbei), Armlänge, und eben den optimalen Kraftvektor.

    Ich fürchte, die Erfahrung muß jeder für sich selber machen, ich habe auch 4 Bikes gebraucht, um für mich das Optimum zu ermitteln.


  • Die Sache ist ganz einfach

    man nehme 2 unterschiedlich lange- und breite Kurbeln plus einen 5er Inbuschlüßel für die Kurbelmontage, fahre an einen steilen Berg, oben 52 Zähne und unten so dass man mit eng und kurz gerade noch 2-3 Umdrehungen schafft, einen Gang höher schalten und aus ist es. Kurbeln auf lang und breit wechseln und es in diesem Gang erneut versuchen. Wobei anzumerken ist, dass lang und breit eine relative Aussage ist. Breit ist für mich, mit den Händen an der Kurbel nicht breiter als die Schulter und lang/kurz ist in Abhängigkeit zur Körpergröße zu verstehen. Wenn ich mit meinen 190 cm Körpergröße 175er Kurbeln nutze, so dürfte dies bei einem mit 175 Körpergröße 155 - 160 er Kurbeln entsprechen.
    Selbstverständlich kann man Bankdrücken nicht mit dem Kurbeln vergleichen. Es ging mir um die beste Kraftentfaltung und die ist größer, siehe Bankdrücken, je breiter die Griffweite. Ob du an der Kurbel drückst oder an einer Hantel ist dabei Wurscht. Man kann sogar eine der Liegeposition beim handbiken ähnliche Position beim Bankdrücken wählen, das negative Bankdrücken. Hier liegt man anders als beim Schrägbankdrücken mit dem Kopf nach unten. Wähle eine Griffweite entsprechend deiner Schulterbreite und vergleiche die gedrückte Last mit Griffweiten um die 30 cm. Ich möchte den Menschen sehen, der mit 30cm Griffweite mehr Kraft entfaltet als in Schulterbreite, egal wie tief die Hantel herabgelassen wird.
    Die Formel die du meinst, dürfte die vom verstorbenen Dr. T. Lange sein (http://handbike.de/wp/hbforum/read/8610/) . Sie ist hausgemacht, also nicht wissenschaftlich und somit nicht verbindlich. Hier mal sein persönliches Fazit:
    1. Ein Kurbelabstand der größer ist als der Schulterabstand (Mittelpunkte) macht weder rein mechanisch noch physiologisch einen Sinn.
    2. Gleicher Abstand ist aus einer rein mechanischen Betrachtungsweise sinnvoll.
    3. Unter Berücksichtigung physiologischer Gegebenheiten sollte eher ein etwas engerer Kurbelabstand gewählt werden.
    4. Sofern die Differenz zwischen Kurbelabstand und Schulterbreite klein gegenüber dem Abstand der Schultern vom Kurbellager ist, bleibt der Leistungsverlust durch schräg einwirkende Kraftvektoren unter einem Prozent.

    Nach meinen Erfahrungswerten liegt der Unterschied von 175er Kurbeln bei 37-38cm Griffweite zu 165er Kurbel mit 32-33cm Griffweite bei gleicher Drehzahl bei einem kompletten Gang.
    Wir (handbike.de) übernehmen ausdrücklich keine Haftung für den Inhalt der externen Links.
  • So einfach auch wieder nicht....

    Lieber SW,

    man fast eine Hantelstange logischerweise außen, in der Nähe des größten Gewichtes an, weil man da die größte Stabilität und Kontrolle über eine Langhantel erzielt. Außerdem hinkt der Vergleich, da ich hier keinen runden Bewegungsablauf mit einer Frequenz zwischen 80 und 120 Umdrehungen habe.
    Dann kannst Du auch in Deinem Testscenario nicht damit kommen, gleichzeitig 2 Werte zu ändern. Einen Vergleich kannst Du nur machen, wenn Du die Kurbellänge beibehältst und nur die Breite anpasst.
    Deine Aussage: Nach meinen Erfahrungswerten liegt der Unterschied von 175er Kurbeln bei 37-38cm Griffweite zu 165er Kurbel mit 32-33cm Griffweite bei gleicher Drehzahl bei einem kompletten Gang". Was soll uns das sagen? Hättest Du den Vergleich der Kurbelbreite bei gleichbleibender Kurbellänge 175mm gemacht, würde ich es verstehen, aber so....

    Scheinbar sind wir uns ja einig, daß in der sitzenden Position eine Kurbelbreite die ungefähr der Schulterbreite entspricht, schon ein guter Ansatz ist, wobei ich für mich entschieden habe, da auch etwas schmäler zu sein. In der Liegeposition meines Rennbikes sieht das nochmals anders aus und da hab ich jetzt meine 300mm und bin damit sehr zufrieden.

    Die Diskussion bringt den Threadersteller aber auch nicht weiter. Ich habe nur in Frage gestellt, ob eine Kurbellänge von 190 oder mehr sinnvoll ist unter Berücksichtigung von ergonomischer Kurbelbreite und Kurbelhöhe. Aber Hans fragte ja ursprünglich, woher er seine Wunschkurbel beziehen kann und das wurde ja schon beantwortet.
  • Wenn Du

    mit 300mm Kurbelbreite (ca. Din A-4 Blatt) "etwas" schmäler bist als die Schultern, hast du natürlich andere Werte.
    Ob die 190er Kurbeln sinnvoll sind, hier ein Link, Seite 28

    http://www.paraplegie.ch/files/pdf3/ArnetUrsina_Handbike.pdf

    Du kannst auch Bankdrücken machen mit verstellbarer Griffhalterung und den gleichen Winkel einstellen wie bei Kurbelgriffen. Wegen der Balance kann man auch Bankdrücken an einer Führung machen. Man kann es drehen wie man will, mit immer breiter werdender Griffweite steigt auch die Maximallast. Ob man dabei kurbelt oder nicht ist egal, die Ausgangslage und die beanspruchten Muskeln sind gleich. Probier es einfach mal aus.
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