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Dopingfall Norbert Mosandel

Das Thema wurde bisher 2427 mal aufgerufen, die letzte Antwort ist vom 23.09.2013 um 14:21:00 Uhr.
Es gibt insgesamt 14 Beiträge von 9 unterschiedlichen Personen.
  • Dopingfall Norbert Mosandel

    Ich bin erstaunt, dass die Meldung hier keinerlei Reaktion hervorruft.
    Ich finde die Aktion von N.M.(wie schon einige in der Vergangenheit) dumm,sinnlos und negativ für den gesamten Handbikesport. Auf solche Sportler kann man gerne verzichten. Ich wäre froh, wenn ich nie mehr was über ihn lesen würde.
    Friedhelm Müller Team Medica
  • Doping

    ich kann den Sch.... nicht mehr hören ! Einmal ! Aus Frust ! Irgendwo muß man (in diesem Fall N.M.) das Zeug doch herbekommen, oder geht man einfach mal auf die Straße, quatscht jemanden an, ey, haste mal Epo? Und dann muß es noch gespritzt werden. Es gibt also Bezugsquellen und Personen, die wissen wie und wann man es spritzen muß. Mal abgesehen davon, daß ich auch so meine Meinung und persönlichen Erfahrungen mit Norbert hatte. So was plant man und macht es nicht einfach "aus Frust". Und das es erst hinterher zu Erklärungen kommt und nicht gleich nach dem "Rücktritt" eine Meldung herauskam finde ich auch merkwürdig. Doping ist also allgegenwärtig und es sind nicht einzelne Sportler die ihren Sport in Mißkredit bringen.
  • Gedopt

    Für mich persönlich ist das eine besonders schwere Enttäuschung, denn ich habe meinen ehemaligen Sportsfreund N. oft wegen seiner impulsiven und meiner Meinung nach behinderungsbedingten Reaktionen in Schutz genommen. Aber hier wurde, wie bereits vom Vorredner richtig erkannt, systematisch vorgegangen und es war wohl kaum das einzige Mal. Wäre doch schade um die Medaillenprämien und die üppigen Fördergelder, die dem Oberpfälzer von der Sporthilfe Brandenburg in den Rachen geworfen wurden und die er dann sicherlich zurückgeben müsste. Ich bin mal gespannt, ob er Manns genug ist und seinem heldenhaften Statement "Es tut mir leid, ich habe einen großen Fehler gemacht, aber ich stehe dazu" auch Taten folgen lässt und die Hintermänner nennt, die ihn versorgt und betreut haben. Das einzig Positive (außer dem Testergebnis selbst :)) an der Affäre ist, dass zumindest in Deutschland die Bekämpfung auch der wirklich effektiven Dopingmethoden funktioniert. Andere Nationen scheinen da leider ein wenig hinterherzuhinken.

    ~elster
  • Es fängt an seine Kreise zu ziehen

    http://www.tagesspiegel.de/sport/doping-die-reue-nach-der-spritze/8799562.html

    Dieser Bericht ist nun auch noch zum Thema Mosandl aufgetaucht und wie bei den Radsportlern, Leichtathleten etc. steht jetzt nicht nur die Handbiker sondern gleich der gesamte Behindertensport unter Generalverdacht. Das hat mit Journalismus auch nicht wirklich was zu tun und man sieht wie sehr so ein Fall nicht dem Einzelnen sondern allen Sportlern schadet. Dass der DBS versucht hat das ganze ohne Aufsehen abzuwickeln zeigt, dass unser Verband genau funktioniert wie alle anderen Sporverbände auch. Stellt sich jetzt nur die Frage ist es bei uns auch schon so weit wie in vielen anderen Sportarten und Mosandl ist tatsächlich kein Einzelfall und was ist mit Denen die besser sind als ein Gedopter? Ich wüde aber mal sagen, dass die Leistungsexplosion vor allem damit zu tun hat, dass es in den letzten Jahren für die Behindertensportler endlich mehr Förderung und Sponsoren gibt, so dass einige Wenige eben viel proffesioneller trainieren können und das hat nichts mit Doping zu tun und es gibt glaub ich bis auf vielleicht ein paar ganz wenige Ausnahmen niemand der so viel Geld verdient um sich proffesionelles Doping leisten zu können. Schade, dass Mosandl seine Lieferanten nicht auffliegen lässt aber ich glaub da wäre er einer der ersten "Dopingsünder"...
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  • Re: Dopingfall Norbert Mosandel

    Veit
    Siegprämien, Sportförderung, Sponsorengelder - bereits vor einigen Jahren habe ich genau in diesem Forum darauf hingewiesen, daß es mit der zunehmenden Kommerzialisierung des Leistungssports beinahe zwangläufig zu solchen Erscheinungen kommen muß.

    Wer mit seinem Hobby den Lebensunterhalt bestreiten oder die Rente aufbessern will, wird (fast) alles versuchen, dieses Ziel zu erreichen. Ethik und Moral sind Begriffe einer untergehenden Welt (der ich mich allerdings immer noch verhaftet fühle).

    Ich bin auch der Überzeugung, daß Herr Mosandl beim Doping nur die Spitze des Eisbergs darstellt. Einen, den man mal erwischt hat. - Mal sehen, wann der nächste an der Reihe ist.

    PS: Ein bißchen wundert mich schon, daß ich einer der wenigen zu sein scheine, die solche Entwicklungen bereits vorher erkennen können und auf diese Gefahren dann hinweisen.
  • Lieber Veit

    Vielleicht sollte man dich in der Zukunft vorher fragen und danach handeln, dann wird sicher alles gut auf der Welt .

    mfg Christian Triendl
  • Genau...

    Veit
    Die Welt kann so schön sein 🙂

    Und für alle Liebhaber von Sprüchen noch eine Weisheit von Laotse

    Es gibt drei Wege, klug zu werden:
    Durch Nachahmung - das ist der Leichteste
    Durch Nachdenken - das ist der Edelste
    Durch Erfahrung - das ist der Bitterste

    Bleibt hübsch entspannt - ihr habt alle die gleichen Möglichkeiten wie ich, euch hier zu artikulieren!
  • Wozu die Aufregung ?

    Also, als reiner Hobbybiker, der sich das ganze von außen anschaut, weiss ich, dass Norbert mir mal vor etlichen Jehren beim Düsseldorf Marathon über den Weg gelaufen ist und er damals schon als Schmerzpatient freimütig über seine Hammermedikamente berichtete ...
    Solange einer Hobbysport betreibt und als Schmerzpatient mit Morphium ins Rennen geht, soll mir das egal sein, aber wenn man internationale Rennen bestreitet ...
    Wo fängt Doping an und wo hört eine Medikation auf ?
    Ich denke, da viele Queris mit gesundheitlichen Problemen/Schmerzen zu kämpfen haben, wird die medikamentöse Seite nicht so rigoros zu klären sein wie beim Radsport. Was ist mit Cortison oder Beta-Blocker (hab ich auch schon gehört ?!)

    Wie sind die Ausnahmeregelungen bei gesundheitlichen Einschränkungen geregelt ?
    Die Radsportler haben ja alle Asthma ... 😉

    @Erythropoetin : Klares Vergehen, klare Richtlinien, keine Frage - Sanktionierung !

    Aber wozu die Aufregung ?

    Sind Behindertensportler nicht genauso gestrickt wie Lance Armstrong oder Jan Ullrich ? Irgendwie gehört die Lügerei + Betrügerei doch schon dazu. Darüber sollte man sich nicht echauffieren. Dennoch achte ich deren Leistungen, die das Leiden zum Kult gemacht haben. Ich schaue mir gerne noch die Fights in den französischen Alpen an, die über die Grenzen gehen.

    Wenn es Sportler gibt, die wie Elmar Sternrath in diese Dimensionen ohne Doping vordringen, dann verdient das Respekt. Aber ich gebe mich keinen Illusionen hin, bei dem Gedanken der ständigen Leistungssteigerung ohne Mittelchen + Helfer auszukommen.

    Hat Heinrich Buhl im Himalaya in den 50er Jahren gedopt ?
    Hat Reinholf Messner gedopt ?
    Ist in den 70er Jahren drüben wie hüben gedpot worden ?

    Selbstverständlich !

    Pervitin hieß das Zaubermittel. Und damit lässt sich in existienziellen Situationen die Grenzen weit verschieben. Kein Hunger, kein Durst + absoluter Durchhaltewille.

    Wenn die Sportler ihre Gesundheit aufs Spiel setzen wollen auch mit Epo (Thrombosegefahr, Emboliegefahr), sollen sie es doch tun !
    Ich mach da nicht mit. Auch der evolutionäre Gedanke ist da kontraproduktiv, der vermarktet wird und der eine große Jüngerschaft hat.


    Gruß

    ROLLIROLF

  • Wozu die Aufregung

    Das bringt die Sache auf den Punkt lieber Rolf Kersken. Schon der alte Fritz meinte, dass jeder nach seiner Fasson selig werden sollte. Wer dort oben auf dem Treppchen stehen will, ob mit oder ohne Rollstuhl, wird die Spielchen spielen müssen, die dort hin führen. Das muss jeder mit sich ausmachen, ob es wert ist, die Gesundheit dafür aufs Spiel zu setzen, denn was heute Weltrekord ist, ist morgen nur noch ein Spaziergang. Herzliche Grüsse Erika
  • Das geht so auch nicht

    Jeden der mal auf dem Treppchen gestanden ist oder noch stehen wird jetzt unter general Verdach zu stellen ist einfach nur unfair und respektlos. Die allermeisten schaffen das mit ein wenig Talent und ganz viel harter Arbeit!
    Und sich nicht über einen positiven Fall aufzuregen ist genau der falsche Weg. Das muss doch bis aufs Blut in der Szene geächtet sein!!! So jemand darf höchstens noch um nen Misthaufen fahren dürfen und das muttersehlen allein.
  • Klar geht das so !!!

    Hallo Stefan,
    ich habe gesagt, dass ich z.B. vollsten Respekt vor Elmar Sternrath habe, der sehr transparent und vorbildlich auf seiner HP mit Blutwerten umgeht.
    Das finde ich toll !!!
    Damit sind wir beim Thema "Transparenz".
    Wenn du dich so aufregst, dann mach doch deine Check-Ups mit Blutwerten öffentlich. Genauso die anderen alle, die vorne mitfahren:
    Andrea Eskau, Bernd Jeffre, Vico Merklein, Jani Peltopuro etc.
    Wenn ihr als Heldengötter verehrt werden wollt, und das steht euch ja dann auch zu, dann macht das transparent wie ehrlich ihr seid.
    Leider habe ich aus dem Radsport die Krokodilstränen von Erik Zabel noch in Erinnerung, der "nur 1x gedopt haben soll ".
    Wenn ihr Elitebiker, die Anerkennung haben wollt, die Du einforderst, dann wäre es interessant zu wissen :
    - von wem werdet ihr kontrolliert ?
    - wie lassen sich die Kontrollen umgehen (Lance Armstrong konnte das, in seinen Büchern beschrieben, jahrelang exerzieren)
    - wie ist das möglich ???
    - wenn ihr für sauberen Sport kämpfen wollt (das habe ich leider schon zu oft gehört + der Radsport ist ein totaler Sumpf heute noch ), dann erklärt uns doch wie toll ihr seid !
    Dann gebührt euch alle Ehre
    Die Zusammenhänge und Verstrickungen sind uns außenstehenden nicht ganz klar !
    Bekam Herr Mosandl aus der Uniklinik Freiburg sein Epo ? (hinreichend bekannt)

    -wie wird legal gedopt ? exzessives Höhentraining
    - wie sieht es mit anderen Mitteln aus ?
    - wie sieht es mit Eigenblutspende aus ?
    - wie sind die gesundheitlichen Ausnahmeregulungen geregelt ?

    Ich habe angeführt, dass Sportler mit Betablockern und und und ins Rennen gehen.
    Willst Du uns Stefan jetzt erklären, dass das kein Doping ist und das Du davon nichts weißt ?

    ich gespannt auf die Ausführungen

    RolliRolf

  • Respektlos

    Ich finde es ebenfalls sehr respektlos, wie Du hier verschiedene Fahrer namentlich angreifst und vor allem einen Generalverdacht aussprichst und Stefan hat ja nicht geschrieben, dass er als Heldengott verehrt werden will sondern nur nicht einfach mal des Dopings bezichtigt werden.

    Wenn man weiß in welchen Umfängen an der Spitze trainiert wird, dann erklärt das die Leistung. Hast Du Dich mal damit beschäftigt, was die Kaderathleten alles auf sich nehmen müssen wegen der Dopingüberwachung. Ein Freigänger aus dem Knast ist weniger unter Beobachtung. Die müssen gegenüber der Kontrollstellen immer genaue Angaben machen, wo sie sich aufhalten und wenn Sie nicht angetroffen werden gibt es beim Dritten Verstoß dagen eine Sperre. Bei der DM in Elzach dieses Jahr sind nach jedem Rennen die ersten 3 kontrolliert worden. Die Fahrer nehmen ja nicht mal ne Flasche von jemand anderem aus Angst es könnte Ihnen was untergejubelt werden.

    Und es soll eben nicht jeder machen was er will und schlucken was er will. Auch wenn ich meilenweit von irgendeinem Kaderplatz oder Podestplatz entfernt bin möchte ich bei einem Rennen gegen Konkurrenten fahren die sauber sind. Ich bin sicher, dass nicht das jeder Elitefahrer so bescheuert ist und seine Gesundheit auf´s Spiel setzt.

  • oh man

    @Rolf
    Was ist eigentlich "legales Doping"?
    Sowas wie ein schwazer Schimmel?
    Das der Begriff Doping in der Öffentlichkeit nicht einmal mehr negativ behaftet ist und damit sogar schon Produkte beworben werden sagt einiges aus. Finde ich nebenbei gesagt zum Kotzen.
    Doping ist die Einnahme unerlaubter Mittel oder die Anwendung unerlaubter Methoden. Betablocker = unerlaubte Mittel
    Eigenblutspende = unerlaubte Methode
    Höhentraining fällt nicht unter Doping.
    Informiere dich doch bitte erstmal über die Thematik. Das steht alles unter:
    http://www.nada-bonn.de/de/home/#.Uj3T4k21-00
    Dort findest du auch alles zu den Med. Ausnahmegenehmigungen, von denen ich keine habe.
    Ich verwende keine Nahrungsmittelergänzung, außer es ist med. ein Mangel nachgewiesen. Ich nehme so gut wie nie Schmerzmittel, keine Betäubung wenn meine Zahnärztin bohren muss. Wenn ich Krank bin setze ich auf altanative Medizien. Medikamente nehme ich nur wenn es nicht mehr anders geht.

    Ich möchte im übrigen von NIEMANDEM verehrt werden weil ich gut im Sport bin.
    Für mich ist Ethik und Fair Play eines der Grundlegenden Säulen in meinem Leben, das kannst Du mir jetzt glauben oder nicht. Ich behandele jeden mit respekt. Ich würde niemanden hier öffentlich vorverurteilen oder Grundlos mit Dreck zu bewerfen.
    Ich soll jetzt, weil ich schneller Handbike als andere auf meine Datenschutzrechte verzichten. Ok.. Ich weiß zwar nicht genau was du daraus erkennen willst aber ok. Eins wird dir vielleicht auffallen, das Hamatrokit und Hamaglobin am unteren ende der Norm liegen.

    Anstatt mich hier zu rechtfertigen, was ich nur dieses eine mal tue, hätte ich mir hier eine andere Diskussion gewünscht. Ich bin echt entäuscht: Ich bin Teil einer Szene, die sich (mit Ausnahmen) nur am Rande der Diskussion über den Täter (manche nennen Ihn hier Sportler) echauffiert und stattdessen in bester Kaffeekränzchen-Manie dummes Zeug von sich gibt.
    Da wird der Schutzbehauptung aufgesessen, dass wurde ihm angeboten. Als wäre das normal. Mir hat noch niemand irgend etwas angeboten.
    Ist irgend jemanden von euch schon mal was angeboten worden? Euer Geld ist doch genauso gut!
    Da gehört ne Menge kriminelle Energie und Planung dazu in die entsprechenden Kreise vorzudringen.
    Wir (handbike.de) übernehmen ausdrücklich keine Haftung für den Inhalt der externen Links.
  • Das wäre eine prima Möglichkeit!

    Veit
    Also, ich finde die Idee von Stefan Bäumann wirklich klasse:

    Den Sportler, dem einwandfrei Doping nachgewiesen wurde, lebenslang in dieser Sportart, evtl. sogar für alle Sportarten, von der Teilnahme an Wettkämpfen auszuschließen. Und lebenslang heißt in diesem Fall, für sein ganzes restliches Leben.

    Darüberhinaus würde ich alle Mediziner, Therapeuten oder sonstiges Betreuerpersonal, die solche Mittel dem Athleten verschafft, verabreicht bzw. durch Maßnahmen versucht haben, deren Anwendung zu vertuschen, mit einem ebenfalls lebenslangem Berufsverbot belegen. Sollen diese Leute doch zukünftig ihren Lebensunterhalt in aller Härte zum Beispiel als (ungelernte) Reinigungskraft verdienen!

    Nur so können Ausdauersportarten (bei denen man mit Doping wirklich Leistungssteigerungen erreichen kann) wieder sauber werden oder es bleiben.
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