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Handbike (adaptiv) - Kann man überhaupt mithalten bei Fahrradtour?

Das Thema wurde bisher 1705 mal aufgerufen, die letzte Antwort ist vom 06.08.2014 um 09:12:45 Uhr.
Es gibt insgesamt 5 Beiträge von 5 unterschiedlichen Personen.
  • Handbike (adaptiv) - Kann man überhaupt mithalten bei Fahrradtour?

    Hallo Leute,

    ich (Ü30, m, QS TH2 kompl.) bin am überlegen mir ein Handbike zu holen für etwas mehr Sport im Alltag.

    Bin durchschn./unterdurchschn. sportlich und hätte zwar schon Interesse an einem Handbike, aber iwie sieht das bei den Adaptiv-Rädern immer sehr langsam aus. Kann man da überhaupt bei einer klassischen Fahradtour mit Freunden mithalten oder ist man wesentlich langsamer als auf dem Fahrrad? Und wie würdet ihr den Trainingsaufwand einschätzen (ganz pauschal), um überhaupt mehr als 2 km mit dem Gerät mal zu fahren?

    Oder haltet ihr die Adaptiv-Lösung grundsätzlich für Quatsch?

    Danke für eure Eindrücke, Tipps, Hinweise!
  • Handbiketouren

    Hi,

    zuächst mal ! Frage TH2 oder meintest Du TH12?
    es gibt da nämlich deutliche Unterschiede!
    Beim 2ten Brustwirbel wirst Du nämlich Schwierigkeiten mit Schwitzen und auch der max.Belastung bekommen (Puls nur bis 120-130).
    und es ist wie immer im Leben. Ohne Fleiß, kein .... !
    und es stellt sich die Frage? brauchst Du den Rollstuhl, wenn Du mit dem Bike unterwegs bist.
    Ich bin jetzt seit über 20 Jahren mit dem Handbike unterwegs und durchschnittliche Radtouren mit Freunden/Bekannten/Familie schaffe ich nur mit dem Einteiligen! Allerdings nutze ich dafür eins mit aufrechter Sitzposition. Für schnellere Trainingsrunden bevorzuge ich dann doch eher die Liegeposition. Aber dort sind Kompromisse möglich. Für Mobilität mit Rollstuhl (z.B. mehrtägige Radtouren)packe ich mir den mit einem Spanngurt auf den Auffahrschutz.
    Bei moderater Belastung und Trainingssteigerung solltest Du allerdings recht schnell auf Trainingsumfänge bis zu 50km kommen. Um dies auszutesten bieten sich die Trainingstage wie zum Beispiel vom Otto Bock Team in der Manfred Sauer Stiftung oder dem Medica-Team oder die Trainingstage in Osterburg an.
    Die Alternative wäre dann möglicherweise ein Vorschnall-Bike mit E-Unterstützung, dazu kann ich Dir allerdings nichts sagen, gerade in Bezug auf Reichweite etc.
    Ich weiß ja nicht, aus welcher Gegend Du kommst, aber
    bei Rehability in Dresden und Heidelberg sind etliche Handbiker zu finden
    alternativ Adviva, Sinsheim, Medica-Siegen oder auch die Nette-Biker von Stefan Voormanns werden Dir mit Sicherheit behilflich sein.
    Viel Spaß
    Olaf Niebisch
  • Handbike

    Hallo Jay,
    mein Vater, 55 Jahre spastisch gelähmt, fährt seit ca. 14 Jahren Adaptive Bike.
    Er ist mittlerweise sehr fit, da er gut jeden Tag zur Arbeit damit fährt, solange das Wetter es zulässt. Er fährt mit E-Motor der bis zu 25km/h unterstützt. D.h. ohne pedalieren keine Unterstützung.
    Wir machen oft zusammen Touren und durch den Motor kann er auch gut mit uns mithalten, wobei wir natürlich auch unsere Geschwindikeit dementsprechend anpassen. Durchschnittlich liegen wir bei eine Geschwindigkeit von ca. 15-20km/h. Für eine gemütliche Radtour also vollkommen ausreichend.

    Wir bauen selbst auch Adaptive Bikes in Handarbeit und haben auch Kunden die vorher noch nicht gefahren sind. Einer unserer Kunden z.B. ist ende 20 und traniert viel seinen Oberkörper und kann dadruch auch ohne Motor zügig unterwegs sein. Es kommt immer auf den Fitnessgrad an. Aber es lohnt sich definitiv, mein Vater kann sich es ohne gar nicht mehr vorstellen!

    Beste Grüße aus Dortmund,
    Fabian
  • Speedy B26

    es gibt einige ,die mit einem Vorspann Rennen der Handbike-Trophy fahren. Und wenn ich nicht irre, hatte Vico Merklein seinen ersten Marathon im Vorspann.
    Kommt halt aufs Vorspann und auf den Fahrer an,ob er mithalten kann.
    Das Speedy B26 mal angeschaut?
  • Adaptivbike

    Thomas Wagner
    Hi,

    es gibt Leute, die im Adaptivbike einen Marathon in knapp über 1.30 wegbügeln. Kannst du unter Archiv 2003 und dann Ergebnisse Hannover - Celle am 6.7.2003 nachvollziehen. Bei dem Rennen gab es eine extra Wertung für Ankoppelbikes. Das ist ein Schnitt von ca. 27 km/h.

    Das werden die meisten nicht mal kurzzeitig als Topspeed schaffen. Dafür ist natürlich einiges an Training erforderlich. Also, am Gerät wird es nicht liegen. Um in einer Radlerrunde mit einem Schnitt von 15 km/h mitzuhalten, musst du auch schon regelmäßig (ganz wichtig!) mehrmals die Woche längere Strecken (über eine halbe Stunde) fahren. Vorteil beim Adaptivbike: Man hat seinen Hocker immer dabei und kann mit den Radlern zusammen Rast machen. Das ist beim Rennbike nur bedingt möglich.

    Gruß

    Thomas
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