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Handbike Versorgung

Das Thema wurde bisher 2169 mal aufgerufen, die letzte Antwort ist vom 13.06.2016 um 15:44:14 Uhr.
Es gibt insgesamt 8 Beiträge von 8 unterschiedlichen Personen.
  • Handbike Versorgung

    micha72
    Moin,

    auch ich habe im Juni versucht ein RollstuhlzuggerätNJ1 e-assistent von ProActiv über meine Krankenkasse zubekommen.

    Kurz zu mir:
    Ich bin an HMSN Typ 5 und SSP erkrankt und bin in einem Adaptivrolli von ProActiv unterwegs.

    Die Versorgung entwickelt sich zu einer "unendlichen Geschichte".

    Meine KK hat meinen Antrag an das Sozialamt weitergeleitet. - Dem habe ich widerprochen. Jedoch ohne Erfolg. Ich habe erklärt das es medizinisch notwendig ist und das Sozialamt nicht zuständig ist. Die KK lässt sich auf nichts ein...

    Ich bekomme auch keine Begründung...

    Habe auch auf diverse Urteile verwiesen. Es ist als ob man mit einer Wand kommuniziert. Da bekommt man auch keine Antwort...

    Kann mich vielleicht jemand Unterstüzen, mit Tipps und Schlupflöchern die es gibt?

    Vielen Dank für Eure Antworten.
  • Schwachsinn hat manchmal Methode

    dabbes
    Hi,
    die Nummer mit der Verweisung an das Sozialamt kenne ich von meiner KK auch. Scheint Methode zu haben. Von dort habe ich dann einen 20seitigen Fragebogen für Asylbewerber/Hartz IV bekommen. Angesichts meiner Einkommensverhältnisse habe ich mich beim Sozialamt erst mal für die unnötige Mühe entschuldigt und mich dann bei meiner KK beschwert und kundgetan, dass ich nicht bedürftig bin, sondern die Kostenübernahme für ein medizinisch sinnvolles Gerät beantragt habe. Leider ohne Erfolg.

    Gruß

    dabbes
  • neues Urteil. Schau mal hier

    harry
    JuraForum.de > Ratgeber > Krankenversicherungsrecht > Krankenkasse muss eventuell für E- Handbike aufkommen
    Krankenkasse muss eventuell für E- Handbike aufkommen

    Autor: JuraForum.de-Redaktion, verfasst am 17.11.2015, 07:42 Jetzt kommentieren
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    Behinderte Menschen können gegenüber der Krankenkasse einen Anspruch auf Versorgung mit einem E-Handbike haben. Dies ergibt sich aus einem Urteil vom LSG des Saarlandes.
    Bild
    E-Handbike
    ( synto - Fotolia)

    Ein Patient war an multipler Sklerose erkrankt und konnte sich immer schlechter fortbewegen infolge des ungünstigen Krankheitsverlaufes. Nachdem er ein Handbike mit Motorunterstützung erfolgreich getestet hatte verlangte er von seiner Krankenkasse, dass diese ihm ein solches E-Handbike in Form eines „Speed Duo 2“ zur Verfügung stellt. Dies begründete er damit, dass er aufgrund seiner abnehmenden Kraft darauf angewiesen ist. Doch die Krankenkasse verweigerte sich mit dem Hinweis darauf, dass die Versorgung mit dem Aktivrollstuhl ausreichend sei.

    Doch hiermit war der Betroffene nicht einverstanden und verklagte seine Krankenkasse. Er berief sich unter anderem darauf, dass er sich mit dem Rollstuhl aufgrund der nachlassenden Kraft nur noch wenige hundert Meter bewegen kann. Die kommt auch durch das gebirgige Umfeld. Mit einem E-Handbike kann er selbstbestimmter Leben, weil er auch einkaufen könne und einen weiteren Bewegungsradius habe.

    Hierzu entschied das Landessozialgericht für das Saarland mit Urteil vom 21.10.2015 – L 2 KR 92/14, dass der Behinderte aufgrund seiner schweren Einschränkung einen Anspruch auf Versorgung mit einem E-Handbike hat. Das Gericht begründete das damit, dass er sich aufgrund der mit seiner Erkrankung verbundenen fortschreitenden Ermüdung der Armmuskulatur sonst kaum noch im Nahbereich fortbewegen kann. Dies stellt ein Grundbedürfnis des täglichen Lebens dar. Demgegenüber wäre er bei der Nutzung eines Elektrorollstuhls auf fremde Hilfe angewiesen. Aufgrund dessen hat er einen Anspruch auf Versorgung mit einem E-Handbike nach § 33 Abs. 1 SGB V.

    Diese Entscheidung ist zu begrüßen, weil behinderte Menschen einen Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben haben. Inwieweit sie einen Anspruch auf ein E-Handbike haben, hängt von den Umständen des jeweiligen Einzelfalls ab. Der Aussage des gerichtlichen Sachverständigen kommt hier oft eine erhebliche Bedeutung zu.

    Quelle: Harald Büring (Juraforum.de)
  • Speedy Duo durch die Krankenkasse

    vercors2015
    Hallo, auch ich habe nach fast einem Jahr, mit 2 Widersprüchen und einem Sozialanwalt endlich ein Speedy mit Motor bekommen. Meine Krankheit ist auch schleichend und nachdem ich das erste Bike ohne Motorunterstützung kraftmäßig nicht mehr fahren konnte, habe ich gekämpft und gewonnen. Ist recht nervig, aber es lohnt sich nicht aufzugeben, freundlich, aber bestimmt!
    LG Gaby
  • Handbike mit elektrischer Unterstützung

    klaus1
    Dieses Urteil könnte auch helfen !

    http://www.wkdis.de/aktuelles/rechtsnews/328724


    Urteil des LSG Sachsen-Anhalt vom 01.10.2015, Az.: L 6 KR 36/11

    Nur wer nicht kämpft hat schon verloren !
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  • Habe dazu nun auch Fragen

    rollifrischling
    Ich bin durch einen Unfall Querschnitt ab 6/7 Brustwirbel und beantrage seit 09.14 eine Striker Zugmaschine mit Handhilfskurbeln.
    Nach mehrmaliger Ablehnung inclu. MDK im Haus in Form von Allgemeinarzt und Ortophäden wurde mir ein Zusatzantrieb am bestehenden Rollstuhl bewilligt.
    Dieses lehnte ich ab.
    Nach nun weiterer Ablehnung geht es nur noch über das Sozialgericht, wozu ein Gutachter mich besuchen wird. Mir wären Erfahrungen damit hilfreich .
  • Von Fall zu Fall

    allesgeht
    Hallo Zusammen,

    man sollte bei all den Urteilen beachten, das es Einzelfallentscheidungen sind!
    Man sollte daher die Urteile als Argumentationshilfe sehen!
    Also ist jeder Fall für sich "alleine" zu betrachten, und so muss auch jeder für seine Eigene Körperliche Situation Argumente finden, die einen vorm Gutachter/Gericht weiter helfen!
  • Handbike

    Lazi
    Hi,weis nicht ob das dir hilft,ich habe auf ein elektrischen zuggerät von der kasse verzichtet aber dafür habe ich einen Handbike Neodrive von Stricker verordnen lasden und am ende hat die AOK 3900 euro übernommen und 1800 euro habe ich zugezahlt und bereue es keines wegs.
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