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Geländegängiges Handbike - könnt Ihr mir bei der Wahl behilflich sein?

Das Thema wurde bisher 1621 mal aufgerufen, die letzte Antwort ist vom 16.08.2017 um 21:45:14 Uhr.
Es gibt insgesamt 45 Beiträge von 11 unterschiedlichen Personen.
  • Geländegängiges Handbike - könnt Ihr mir bei der Wahl behilflich sein?

    Samaneri
    Liebe erfahrene Handbiker,

    zum Einstieg habe ich letztes Jahr mit einem gebrauchten Anklemm-Bike begonnen und Spaß am Handbiken gefunden, so dass jetzt etwas Sportliches und v.a. gut Geländegängiges her soll.

    Mit dem Anklemm-Bike sind gemächliche Touren ohne Steigungen zwar prima möglich, sobald aber ein Hügel in die Quere kommt, hat das Antriebsrad auf Grund des ungünstigen Schwerpunkts keine Traktion mehr. Die Behelfslösung mit knapp 20 kg Bodenplatten auf dem Gepäckträger hilft zwar Steigungen zu überwinden, macht das ganze aber natürlich auch schwer und noch instabiler in Kurven bzw. bei höheren Geschwindigkeiten auf unebenem Untergrund.

    Gerade habe ich mir deshalb das Kettwiesel von Hase Bikes angesehen, das über einen Hinterradantrieb verfügt. Prinzipiell hat mir dieses auch gut gefallen. Auf Grund meiner starken Skoliose komme ich aber mit der Lenkung nicht klar. Zum Lenken dreht man nicht den Lenker, sondern muss den Lenker insgesamt durch Neigen des Oberkörpers nach links oder rechts verschieben. Dadurch hat das Rad einen extrem guten Wendekreis, meine skoliotische Wirbelsäule macht aber die Neigung gegen die Krümmung zur schmerzhhaften Qual.

    Ich suche ein Handbike (ohne Zusatzmotor) für den flexiblen Einsatz.
    Es sollte also geländegängig sein, d.h. entsprechende Bodenfreiheit bieten, um auch mal über einen ausgefahrenen Waldweg, Wiese, schlaglöchrige Feldwege, Schotter, usw., fahren zu können.

    Steigungen sollten nicht an schwerpunktbedingt durchdrehenden Antriebsrädern scheitern (ist so etwas auch mit einem Handbike mit Vorderradantrieb möglich?).

    Die Lenkung darf kein Verwinden oder stärkeres Neigen der Wirbelsäule erfordern.

    Da ich auch auf normalen Straßen unterwegs bin, müsste das Bike verkehrssicher ausstattbar sein.

    Schön wäre es, für Touren etwas Gepäck am Rad befestigen zu können und das Rad soweit zerlegen zu können, dass es sich in einem Auto der Golfklasse transportieren lässt.

    Hohe Geschwindigkeit ist dabei nicht so wichtig, etwas mehr als mit dem Anklemm-Bike sollte es aber schon sein (es sollte schon bis 20 km/h eine stabile Straßenlage haben).

    Eine Naben- oder Tretlagerschaltung würde ich gegenüber einer Kettenschaltung bevorzugen (wegen Verschmutzung im Gelände, Verschleiß, Wartungsfreiheit).

    Das sind jetzt ziemlich viele Wünsche auf einmal...

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mich auf der Suche unterstützen könntet.
    Es wäre mir schon eine große Hilfe, die möglichen Kandidaten etwas eingrenzen zu können, um dann gezielt das ein oder andere Modell zu testen.

    Viele Grüße,
    Samaneri
  • Kompaktbike

    mats
    Hallo,
    also mit 20 kg auf dem Gepäckträger vorne könnte ich nicht mehr lenken 🙂

    Zu deiner Frage...die Vorspannbikes haben alle das Problem mit der Traktion, auch bei Benutzung einer Radstandsverlängerung.
    Ich würde auf ein Kompaktbike umsteigen.
    Da kommen Sopur, Schmicking, Proaktiv und viele andere in Frage.

    Durch den ganz anderen Schwerpunkt bringst du viel Gewicht (dich selbst) auf das Vorderrad. Durchdrehen gibt es i.d.R. nur noch auf losem Untergrund an Steigungen.
    Geschwindigkeiten von 40-50km/h sollten locker drin sein.
    Die Kompaktbikes liegen sehr stabil auf der Straße, kein Vergleich zum Vorspannbike.

    Was du so im Detail möchtest, da fällt mir spontan das NJ1 von proaktiv ein. Lässt sich in zwei Teile zerlegen, gibt es mit Nabenschaltung, gelängegängige Version usw. Sehr stabil.

    http://www.proactiv-gmbh.de/kompaktbike_nj1.html

    Viele Grüße
    mats

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  • Bitte realistisch bleiben....

    racingman
    @mats
    Angaben von Geschwindigkeiten von 40-50km/h gehören ins Reich der Fabeln. Das fahren Handbiker im Rennen auf flachen (abgesperrten) Kurs und Windschattenwechsel.

    @TE
    Die Empfehlung von User "mats" für das Proactiv ist allerdings richtig. Kein Hersteller bietet für Tourenbikes eine so einfache Entkopplung von Rahmen und Gabel um es in kleineren Auto´s zu verstauen zu können. Schaltungsauswahl ist auch gegeben. Eine normale Kettenschaltung ist aber auch nicht anfällig und bietet mehr Möglichkeiten und ist auch leichter.
  • Geschwindigkeit

    mats
    @racingman
    40-50 km/h kann man bei uns selbst im Sitzen auf gut ausgebautem einsehbaren Radweg bergab ohne Gegenwind locker erreichen. Kurbeln tu ich dann aber nicht mehr:-)
    Ist auch egal, ich wollte nur sagen, dass Kompaktbikes einiges mehr an Gechwindigkeit zulassen.

    Schönen Gruß
    mats
  • Herzlichen Dank

    Samaneri
    Hallo mats,
    Hallo racingman,

    herzlichen Dank für Eure super schnellen und hilfreichen Antworten.

    Das empfohlene Bike sieht wirklich gut aus und ich werde es ausprobieren und berichten, ob ich damit klar komme.

    Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Samaneri
  • Etwas Fahrphysik

    Handmobil
    Hier mal einige Überlegungen zum Thema "Handbike und Gelände", die vielleicht weiterhelfen (und hoffentlich nicht nur verwirrten)

    Gruß Dieter

    Vorder- oder Hinterrad-Antrieb? Ein klassisches Handbike wird im Gelände immer kritisch sein, denn dies liegt an der so genannten Radlastverteilung: Vereinfacht gesagt, ergibt sich die Vortriebskraft eines Fahrzeuges aus dem Produkt von Reibung zwischen Rad und Straßenbelag und der Kraft, mit der das Rad auf den Untergrund drückt, der so genannte Aufstandkraft. Den Reibfaktor kann man z.B. mit Stollenreifen in einem gewissen Maß erhöhen, was allerdings auf Kosten der Lenkbarkeit und dem Rollwiderstand auf glattem Untergrund geht. Viel problematischer ist die Aufstandskraft des Rades. Bei Handbikes mit sitzendem Fahrer geht die Schwerpunktslinie angenähert senkrecht in Richtung der Wirbelsäule nach unten. Also sind die Hinterräder stark belastet, während das Vorderrad mit wenig Kraft beaufschlagt ist. Das bedeutet: Man kann über das (angetriebene) Vorderrad wenig Vortriebskraft erreichen. Das Anbringen der Akkus auf Höhe der Vorderrades bringt wenig, denn die Akkus sind zu leicht im Vergleich zu Fahrergewicht, denn das sollen sie ja sein. Ausserdem verschlechtert sich hierdurch die Lenkbarkeit.
    Bei Steigungen, und die sind im Gelände ja vorhanden, verschiebt sich zudem die Schwerpunktslinie nach hinten. Je steiler es wird, desto mehr wird das Vorderrad entlastet und desto weniger Kraft kann es übertragen. Etwas günstiger sehen die Verhältnisse bei liegendem Fahrer aus. Dies ist jedoch wegen des notwendigerweise lange Radstandes und der meist geringen Bodenfreiheit wenig geeignet fürs Gelände. Vorderrad-getriebene Fahrzeuge sind daher aus Gründen der Fahrphysik ungünstig für Geländefahrten. Leider ist das Grundprinzip der „klassischen“ Handbikes aber das angetriebene Vorderrad. Das ist das Dilemma.
    Die Radgröße: Üblicherweise haben Rollstühle und Handbikes 24-Zoll-Räder. Diese haben sich im Gelände Nachteile: Zum einen fährt man sich leicht in einer „Kuhle“ fest, zum anderen hat man, wenn man sich dann mal festgefahren hat, zu wenig wirksamen Hebelweg, um sich durch manuelles Bewegen der Hinterräder frei zu fahren. Greifringe haben noch weniger Durchmesser und sind daher noch ineffektiver. Nach meinen Erfahrungen und Versuchen sind 26-Zoll-Räder deutlich günstiger. 28-Zoll-Räder hingegen bringen höhere Kippneigung und können Querkräfte schlechter aufnehmen. Beim Vorderrad ist auch im Gelände ein 20-Zoll-Rad vollkommen ausreichend.

    Die Leistungssteuerung: Im Gelände wechselt die Geschwindigkeit viel schneller als auf der Straße. Controller, welche lediglich die Pedalfrequenz messen, also wie „schnell“ die Pedale bewegt werden, sind für´s Gelände wenig geeignet. Der Controller sollte statt dessen unbedingt die (Pedal-)Kraft erfassen. Nur so kann man ohne dauernd schalten zu müssen und bei wechselndem Untergrund gut fahren.
  • Geländetouren und passende Bikes

    Nepomuck
    Vielleicht solltet ihr mal diese toll beschriebene Crosscountry-Tour von Andy anschauen: http://www.handbike-andi.ch/luzern-sempachersee-ausgedehnte-crosscountry-runde/

    Wir waren hier zu Dritt auf Tour - Proactiv NJ1, Praschberger und Schmicking. Andi war jedenfalls mit seinem Schmicking-Spezialbau klar im Vorteil, insbesondere was die Traktion betrifft (Kniebeiker bringen halt mehr Gewicht auf das Vorderrad). Ansonsten kommt man mit allen drei Modellen auch in schwierigem Terrain ganz gut zurecht. Immer den Kompromiss vorausgesetzt auch normale Straßentouren zu fahren.

    Gruß Dieter Wohlfahrt
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  • Geländegängiges Handbike

    handbike-andi.ch
    Samaneri sucht ein geländegängiges Handbike. Als Referenz zieht er sein Vorspann-Handbike heran.
    Richtig ist der Hinweis, dass sich Vorspann-Handbikes fürs Gelände nicht eignen. Zuwenig Gripp, zu wenig kippstabil.
    Also erachte ich die Vorschläge ProActiv NJ1, Praschberger CompCC, oder Schmicking MTB als hervorragend geeignete Modelle. Man könnte noch mit Lasher, XCR, TopEnd oder Reactiv ergänzen.

    @Handmobil Deine Beschreibung betreffend Fahrphysik entsprechen ungefähr der Theorie, sind aber in der Praxis nur teilweise relevant. Du bist der Theoretiker, ich probiere aus, so spüre ich mich als Praktiker.

    Du unterschlägst den wichtigsten Punkt, nämlich die eingeschränkte Kraft im Schulter- und Armbereich im Vergleich zum Fussgänger-Radfahrer und die Breite eines Handbikes.
    So beschränken sich die realistisch zu befahrenden Bereiche auf Wald- / Wiesen- / Karr- / Bergwege bis ca 20% Steigung auf Kies und ca 26% auf Beton, also klassische CrossCountry-Touren. In diesen Bereichen fühlen sich oben genannte Handbikes mit geeigneter Untersetzung (nicht die Standard Lösung) und Bereifung pudelwohl.
    Noch mehr Traktion bräuchte man für Steigungen jenseits der 20% / 26%.
    Wer solch heftige Steigungen über längere Zeit fahren kann darf sich Spitzensportler nennen oder verfügt über einen drehmomentstarken E-Antrieb (was hier nicht das Thema ist).
    Gerne laden wir interessierte Handbiker auf ein paar Touren durchsetzt mit solchen Steigungen ein, Beispiele gibt's hier unter "Touren" oder z.B. unter http://www.handbike-andi.ch.

    Single Trails welche von MTB-Fussgängern befahren werden, sind oft zu schmal und/oder seitlich abfallend und/oder mit Schiebepassagen gespickt und/oder mit Drehkreuzen oder andern Viehgattern versehen, ergo für Handbikes nicht fahrbar.

    Es entspricht übrigens nicht der Tatsache, dass Handbikes meistens auf 24" Rädern laufen, sie verfügen, im Gegensatz zum Rollstuhl, fast immer über 26" (559) Räder.
    Kombiniert mit fetten, gut laufenden Reifen, z.B. 57-559 Schwalbe Smart Sam sind die von dir beschriebenen Probleme mit Kuhlen oder ähnlich nicht der Rede wert. Das müssten schon gewaltige Löcher sein. Ich fahre mit meinem Schmicking MTB-Longseat-Handbike im Wald über Treppenstufen bis 30cm Höhe aufwärts.
    Auf der von Nepomuk beschriebenen Tour fuhren wir locker eine Treppenstufe hoch und das je mit einem Praschberger CompCC, ProActiv NJ1 und Schmicking MTB.

    Fazit:
    @Samaneri innerhalb der Auswahl;
    - Praschberger CompCC,
    - ProActiv NJ1,
    - Schmicking MTB,
    - Lasher ATH,
    - XCR CrossCountry
    findest Du absolut geeignete Crosscountry Handbikes.

    Mein Persönlicher Favorit für Handbike "Neulinge" ist das Praschberger CompCC. Für geübte CrossCountry Könner rate ich zu Schmicking und viel Nerven bei der Bestellung :-).
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  • Radgröße

    Handmobil
    handy-Andy, du hast vollkommen recht. Wer zügig durch den Wald kachelt, für den sind "Kuhlen" kaum ein Thema. Für Träumer wie mich, die im Wald sehr langsam fahren und oft anhalten, schon eher, denn dann "saugt" sich das Fahrzeug grundsätzlich in die tiefste Delle vor Ort. Und da kommt man dann ohne Schwung schlecht raus. Wir haben also verschieden Ansätze. Aber ehrlich, alle Achtung bei deinen Waldurchfahrten. Nun meine eigentliche Frage: Wieso die dicken (Stollen?)-Hinterreifen, die kosten doch nur Energie. Weder für Lenkung noch Antrieb brauchst du hinten Grip, und bei der Gewichtsverteilung deines Fahrzeuges müsste mit Stollenreifen vorne gutes Bremsen auch bei Matsch möglich sein. Und viel Querkräfte müssen sie auch nicht aufnehmen. Ansonsten driftest du eben etwas, ist bei Vorderrad-Antrieb ja kein Thema. Ich bin lange Zeit mit den schmalen Konti Kontakt 559er Reifen auf Waldwegen gefahren, die sinken bei dreirädigen Fahrzeugen wesentlich weniger ein als ich gedacht hatte und hatten überraschend viel Grip, obwohl kein Profil . Sie schlitzen nur z.B. bei alten Dachziegeln, wie sie hier oft liegen, gerne seitlich auf. Laufen aber auf der Straße super, besser als die jetzt verbauten Schwalbe Spicer.
    Ach ja, in noch einem Punkt gebe ich dir recht: Bei Überfahren senkrecht stehender Hindernisse ist das 20-Zoll-Vorderrad ungünstig weil die Oberkante des Hindernisses zu nah an der Radnaben-Ebene liegt. Aber bei mir stand die Wendigkeit im Vordergrund. Also wieder zwei verschieden Ansätze.
  • Hinten Grip ... so wichtig wie vorne

    Nepomuck
    Stell dir mal vor du bist mitten im Hochgebirge auf einer Schotterstraße bei 15-20% Steigung unterwegs, dazu noch ohne Begleitung und du nicht mehr weißt wie du vorwärts oder rückwärts kommst und nicht umdrehen kannst, wenn du hangabwärts ins rutschen gerätst ... das kann bei Hochalpinen Crosstouren lebensgefährlich werden.
    Einfach ausgedrückt: man sollte auch nicht mit Sandalen auf Bergtour gehen, da braucht es schon festes Schuhwerk und entsprechend Ausrüstung. So verhält es sich auch mit der Bereifung im Gebirge.
    Gruß Dieter Wohlfahrt
    1 mal vom Benutzer geändert, zuletzt am 20.07.2017 um 08:12:02 Uhr
  • Breite Reifen / hinten Grip

    handbike-andi.ch
    @handmobil ja wir haben verschiedenen Ansätze. Schaut man genau hin, sind sie so verschieden auch nicht.

    Die Zeit ist nicht stillgestanden, die Entwicklung auch bei den Reifen hat rasante Fortschritte gebracht.
    Ein breiter Reifen läuft auf Asphalt weniger gut ab, als ein steinharter schmaler Rennreifen, das ist Fakt.
    Sobald jedoch die Unterlage uneben, steinig, sandig, grasig oder sogar verschneit wird, ändert sich das Bild drastisch.
    Moderne MTB-Reifen sind mit extrem weichen Seitenwänden ausgestattet, man fährt sie mit wenig Luftdruck, für Handbikes mit der Gewichtsverteilung auf drei Rädern reichen sogar Drücke zwischen 1.5 und 2.0 Bar. So passt sich der Reifen dem Untergrund an, schmiegt sich quasi über Steine und Geröll. Man erreicht somit sehr viel Grip und der Rollwiderstand verringert sich im Gegensatz zu einem harten Reifen welcher jeden Stein übersteigen muss. Nebenbei als gratis Beilage werden Schläge weggefedert und das Fahren wird komfortabler.

    Hinten Grip
    Normalerweise fahre ich für CrossCountry Touren vorne einen Smart Sam und hinten Sammy Slick mit ganz feinem Profil auf der Lauffläche. Das seitliche Profil ist, wie handmobil richtig bemerkt, für Handbikes unwichtig, da das Rad in Kurven nicht umgelegt wird.
    Aber....
    diese von Dieter Wohlfahrt und mir beschriebenen Steigungen wollen wir nach dem Genuss der Gipfelpause auch wieder sicher hinunter.
    Auf der Rigi 17 Tour zum Beispiel welche wir am 8. Juli befuhren, wählte ich eine grenzwertige Abfahrt mit Stellen von über 20% Gefälle auf relativ losem Kies. Alle nur mit dem Vorderrad bremsenden Handbiker kamen ins Schwitzen, weil das Handbike einfach über das Vorderrad schob. Die Teilnehmer mit den breiten grobstolligen Reifen konnten die Stelle geradeso meistern. Ein Teilnehmer mit Strassenbereifung hatte nicht die geringste Chance sein Bike zu stoppen. Ich musste mich vor ihn setzen, sodass er mir hinten auffahren konnte und ich ihn bremsen konnte.
    Die Bremswirkung meiner Sammy Slick hinten wirkte sich sehr bescheiden aus. An dieser Stelle wäre ich froh gewesen um mehr Grip hinten.
    Übrigens im Winter auf Schnee, Schneematsch oder Schlamm fahre ich vorne Mobby Nik und hinten Marathon MTB, eben für hinten mehr Grip.

    Radgrössen
    @Handmobil Gerne füge ich noch etwas zum "Festsaugen" im Waldboden an.
    Du beschreibst Deine guten Erfahrungen mit den schmalen 559er Conti-Reifen. Ich nehme mal an das waren ungefähr 30-559 Reifen. Mit dem Reifen bekämst Du ein Rad mit einem Durchmesser von ca 619mm. Würdest Du einen 57-559er Reifen montieren, bekämst Du einen Durchmesser von 673mm, also deutlich mehr Hebel und eine Auflage (bei einem Druck von ca 1.8 Bar) welche mehr als doppelt so gross ist, so saugt sich auch der Reifen deutlich weniger fest, auch bei sehr gemächlicher Fahrt.
    Und der berühmte Stein, welcher immer beim Losfahren genau vor dem Rad liegt, muss dein Reifen nicht mehr übersteigen sondern schmiegt sich einfach darum herum.
    Probiers mal.
  • re

    Blaubaer
    @Treadersteller
    Du schreibst oben, dass du das Bike in eine Golfklasse bekommen möchtest.
    Hast du die Möglichkeit das Handbike auch auf Anhänger, auf dem Dach oder auf nem AHK-Träger zu transportieren?

    Das Speedbike Comp CC (Länge 220 cm) passt bei mir grade so auf meinen Anhänger (Ladefläche 210 cm). Ohne Hinterreifen kann ich die Klappe noch schließen, mit montierten Rädern muss ich die Klappe abnehmen.

    @Handbike-Andi
    Zitat: "Ich fahre mit meinem Schmicking MTB-Longseat-Handbike im Wald über Treppenstufen bis 30cm Höhe aufwärts."

    30 cm klingt nach 2-3 Stufen am Stück, also eine "längere Treppe" wie am Ende dieses Videos vom Lasher ATH-FS* oder eher kurze Treppenstufen?
    https://www.youtube.com/watch?v=ujD8iQuXmJM
    Wieviel cm Bodenfreiheit hast du denn?
    In nem Schmicking MTB LS Video stand was von 220 mm

    Bei der längeren Treppe aus dem Video müsste ich mit dem Praschberger CCC S auch runter kommen. Steilere Treppen könnten eher schwierig sein.

    *(was mir am Lasher echt gut gefällt ist die vordere Federung)
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  • re

    handbike-andi.ch
    @blaubaer
    Im Wald (mind. bei uns in der Schweiz) werden steile Wanderwege oft gegen das Abrutschen gesichert. Dazu werden rechts und links zwei Pfähle in den Boden gerammt und quer ein Holzbrett eingelegt, dahinter wird mit Erde aufgefüllt. Um Arbeit zu sparen, werden diese Tritte oft bis zu 30cm hoch angelegt, dafür nur in 3-4 Meter Abständen.
    Ist dieses Brett relativ kantig, der Reifen grobstollig und weich und die Anfahrt eben gelingt die Auffahrt. Der Rahmen zieht dann kurz vor den Hinterrädern über das Brett.

    Das Schmicking hat in der Tat eine Bodenfreiheit von 220 mm. Zusammen mit dem kurzen Radstand ergibt das gute Möglichkeiten. Allerdings habe ich auch schon Schaden an solchen Brettern angerichtet, weil der Tritt bei Abfahrten doch zu hoch war und ich mit dem Rahmen aufschlug und morsche Bretter zerlegte.

    30cm ist ja nicht Alltag und funktioniert auch nur bei optimalen Voraussetzungen, Jedoch sind auch mit dem Praschberger schon ganz ordentliche Übergänge möglich.
    Leider sehen auf Videos die steilsten Strecken immer wie eine Sonntagsfahrt aus, trotzdem hier ein Beispiel:https://youtu.be/Dq1da2A23es

    Die vordere Federung beim Lasher ist leider noch nicht endgültig ausgereift, denn das Rad muss beim Einfedern nach vorne oben ausweichen, besser wäre nach hinten oben. Zudem erkauft man sich diesen Komfort mit viel Zusatzgewicht. Also eher ein Downhill-Spass.
    Spannende Idee.
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  • re

    Blaubaer
    @handbike-andi.ch
    Danke für dein Video (hätte ich auch Lust drauf), da sieht man doch dass das Schmicking mehr Bodenfreiheit hat als mein Praschberger, vielleicht kann man da noch am Dämpfergestänge was verstellen um höher zukommen.
    Matschige und zugewucherte Feldwege war bisher das, was ich hier vorgefunden habe.
    https://www.youtube.com/watch?v=kDaxZ6bbwFI
    Hier gibt es sonst mal sowas ... 😉
    https://www.youtube.com/watch?v=6Rwk-izmcCQ
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  • Helden wie ihr!

    Veit
    @Nepomuck und @handbike-andi.ch: "auf einer Schotterstraße bei 15-20% Steigung unterwegs" und "Treppenstufen bis 30cm aufwärts": Da kann ich nur neidvoll erblassen!
  • Die Tourdaten sagen alles ...

    Nepomuck
    und Ihr Kommentar Herr Riffer ist im Sinne dieser Forumsdiskussion bedeutungslos.
    Die Rigi-Tour fand im Rahmen eines Events der Paraklinik Notwill statt. Außer Andi und mir nahmen noch weitere Handbiker teil, siehe Foto. Hier nochmal der Link zu den Tourdaten http://handbike.de/wp/handbike-touren/read/190/ (Steigungswerte zum Nachlesen).
    Einfach mal selber hochfahren und dann weiß jeder was 15- 20% auf Schotter bedeuten und was möglich ist.
    Abschließend zurück zum Thema: vier verschiedene Bikes und alle auf ihre spezielle Art mtb-tauglich ... ganz besonders die Schmicking-Spezialanfertigung von Andi.
    Eingestellt am 21.07.2017 um 17:37 Uhr
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  • schmicking

    florian
    @ handbike-andi.ch

    Hallo andi.ch

    kannst du mal ein foto von schmicking mit hinterrad antrieb einstellen, würde mich echt freuen

    gruß

    florian
    1 mal vom Benutzer geändert, zuletzt am 23.07.2017 um 08:25:41 Uhr
  • re

    handbike-andi.ch
    Hallo zusammen.

    @Veit Danke für die Blumen. Ich fühl mich zwar nicht als Held, ich probiere einfach gerne wo die Grenzen sind. Es liegt mir auch fern, meine "Helden-"taten mit der Anderer zu vergleichen. Deine jährliche Kilometerleistung ist bemerkenswert. Wer 40 Stunden und mehr die Woche arbeitet, kann halt nicht soviel Handbiken, ich möchte mich dafür bei Dir entschuldigen, dass sich meine Heldentaten auf ein paar Treppenstufen und 20% steilen Rampen reduzieren.

    @florian da ist wohl etwas durcheinander geraten. Es gibt kein Schmicking mit Hinterradantrieb. Die Fahrten welche ich beschreibe sind alle mit einem Schmicking MTB Longseat, bzw. die ältern Blog's mit einem Spezial Langsitz Praschberger CompCC gefahren worden. Immer mit klassischem Vorderradantrieb.
    Ich arbeite zwar an einem Projekt mit Hinterradantrieb und Vollfederung, der dritte Prototyp davon wird an der Eurobike 2017 in Friedrichshafen zu besichtigen sein. Im Herbst werden ausgiebige Test's gefahren und dann sehen wir weiter.
    Hier ein Bild des sehr unfertigen, nicht behindertengerechten Proto1
    Noch sehr unfertiger Proto1
    Noch sehr unfertiger Proto1
    Eingestellt am 24.07.2017 um 16:08 Uhr
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  • Das ist doch mal 'ne entspannte Antwort!

    Veit
    Hallo @handbike-andi.ch,

    das ist doch eine entspannte und souveräne Reaktion von Dir auf meinen ironisch gemeinten Beitrag!

    Ich kann mir nämlich u.a. wirklich nicht vorstellen, daß 30cm hohe Treppenstufen aufwärts zu fahren sind. Selbst wenn sich grobstollige Reifen in scharfen Treppenkanten "verbeißen" (einhaken), müßte der Reifendurchmesser größer als 26'' sein. Oder man fährt mit viel Schwung und riskiert einen Reifendurchschlag. Die "Mountain"handbikes haben mehr als 12cm Bodenfreiheit, aber reicht das wirklich für MEHRERE Treppenstufen hintereinander?

    Vielleicht haben wir auch unterschiedliche Definitionen von "schotterigen" Wegen. Für mich fängt nämlich Schotter erst dort an, wenn 1-2cm große Steine LOSE als Belag dienen - also nicht festgefahrene Untergründe abseits von Asphaltwegen. Die Auffahrt zum Pfitscher Joch aus Richtung Sterzing war demnach für mich KEINE Schotterauffahrt. Auf solchen von mir oben beschriebenen Schotterwegen sind 12, max. 13% das Ende der Fahnenstange! Glaube mir, ich habe auch viele Kilometer abseits der geteerten Straßen zurückgelegt! Zwar nur mit einem normalen Tourenrad aber eben auch im schwierigen Gelände. (Wobei ich dabei festgestellt habe, daß Slickreifen nicht selten besser greifen - ganz einfach, weil sie eine größere Auflagefläche haben.). Ein vorn schweres E-Bike schafft vielleicht etwas mehr - aber keine 20%

    Viele Grüße,
    Veit

    PS: Übrigens, auch ich gehe noch arbeiten. Zwar nur 30 Stunden, verteilt auf vier Wochentage, aber einen "Ruhetag" leiste ich mir eben dann doch.

  • Regelwächter

    handbike-andi.ch
    @Veit, ok dann werde ich in Zukunft jedesmal wenn ich an die 20% herankomme, bei dir nachfragen ob die Art der Kiesunterlage deiner Norm entspricht.

    Vergleiche bitte die beiden Bilder. Wo ist bei Dir der Schwerpunkt, wo ist er bei mir?
    Wenn bei dir bei 12% max 13% Ende Fahnenstange ist, wo ist bei mir Ende?
    Veit Gewicht hinten
    Veit Gewicht hinten
    Eingestellt am 24.07.2017 um 23:22 Uhr
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    Andi Gewicht vorne
    Andi Gewicht vorne
    Eingestellt am 24.07.2017 um 23:22 Uhr
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    Gilt das als Kies? 20% GPX Daten unter www.handbike-andi.ch
    Gilt das als Kies? 20% GPX Daten unter www.handbike-andi.ch
    Eingestellt am 24.07.2017 um 23:22 Uhr
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  • eurobike

    florian
    Hallo Andi

    eurobike 2017, da will ich auch hin wo findet man dich ?

    gruß

    Florian
  • Antwort sofort!

    Veit
    @handbike-andi.ch

    1. Genau solche Untergründe, wie auf Deinem dritten Bild meinte ich.

    2. Das erste Bild zeigt mich nur auf einem normalen Feldweg, denn üblicherweise fotografiere ich Landschaften statt Wege (auch in diesem Fall war der - nun weggeschnittene - Hintergrund das Entscheidende, nicht der Kerl davor). Vielleicht gibt das Video hier einen Eindruck von schwierigerem Gelände: https://www.youtube.com/watch?v=AfZwM3vglOw - das hat damals meine Begleiterin gedreht.

    3. Es ist richtig, daß bei Dir die Gewichtsverteilung wesentlich besser ist. Und nicht nur das. Offensichtlich hast Du auch eine sehr tiefe Läsionshöhe (Lendenwirbel?), denn Du brauchst keine Rückenlehne. Damit stehen Dir auch etliche Muskelgruppen mehr als mir zur Verfügung, denn ich bin Th5/6. Ohne Rückenlehne als Widerlager würde bei mir am Berg gar nichts gehen. Ob solch steile Rampen für Handbiker mit ähnlichen körperlichen Voraussetzungen sowie technischer Ausstattung wie bei mir möglich sind, wage ich nach wie vor zu bezweifeln.

    Das man aber mit dem von Dir hier benutzten Handbike normalerweise keine Langstrecken fährt, ist mir völlig klar. Wenigstens bei höheren Läsionen wäre das viel zu anstrengend. Zum "Radwandern" - also der Verwendung des Handbikes auf kürzeren Strecken als Ersatz für die fehlende Gehfähigkeit im Gelände - ist diese Ausführung für Fahrer mit der entsprechenden Rumpfstabilität natürlich die beste Wahl. Mein sportlicher Schwerpunkt liegt hingegen woanders. Das ist ja auch in meinem Profil nachzulesen ...

    'Ne ganz andere Frage: Wie mißt Du eigentlich die 20%? Mit Fahrradcomputer / GPS-Gerät oder anhand der Höhenmeterlinien auf einer bestimmten Strecke in einer Karte? Bei mir sind es in der Regel nur Erfahrungswerte bzw. Infos auf Verkehrsschildern - ich habe nie nachgemessen. Allerdings stufe ich da meine Leistung immer sehr zurückhaltend ein. Vergleiche kann man sowieso erst am exakt gleichen Weg zu gleichen Bedingungen anstellen. Alles andere ist subjektiv.

    Schließlich für Dich (und ggf. andere) noch einmal zur Klarstellung: Letztlich geht es mir nicht darum, irgendwelche Regeln zu überwachen oder alles, was außerhalb meiner eigenen Möglichkeiten liegt, als unmöglich abzuqualifizieren. Mein Skeptizismus gegenüber manchen Leistungen fußt auf langjährigen, ganz persönlichen Erfahrungen beim Handbikefahren und zu Leuten, mit denen ich bereits unterwegs war. Grobe statistische Ausreißer davon sind mir nur dann plausibel, wenn ich diese nachvollziehen kann.

    Denn ich hasse Übertreibungen!
    Wir (handbike.de) übernehmen ausdrücklich keine Haftung für den Inhalt der externen Links.
  • Vorschlag / Tip

    Veit
    Was mir gerade noch eingefallen ist:

    Fahre doch mal den Anstieg vom Furkelsattel hinauf zum Kronplatz (Beschreibung: http://www.quaeldich.de/paesse/kronplatz/ ). Dort stehen in der Beschreibung ebenfalls Steigungen von jenseits der 20%.

    Ich habe bei meiner Befahrung im Jahr 2014 zwar den richtigen Weg verfehlt und benötigte dann schließlich Hilfe von Fußgängern (s.a. http://bike-o-matic.blogspot.de/2014/07/mein-krampf.html ), aber Manfred Putz ist im Jahr davor dort sogar mit seinem Racebike hinaufgefahren. - Wie das ging, blieb mir bis heute schleierhaft, aber Du kannst hier ja mal Deine eigenen Eindrücke dazu kundtun. Sind insgesamt nur knapp über 5 km.

    Zusätzlich zur Karte auf Quaeldich.de der wesentlich genauere analoge Karteausschnitt.
    Karte Kronplatz
    Karte Kronplatz
    Eingestellt am 25.07.2017 um 08:22 Uhr
    Zum Vergrößern auf das Bild klicken
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  • Blickwinkel

    handbike-andi.ch
    @Veit
    Genau das ist doch der Punkt.

    Ich beschreibe Fahrten von 20% Steigung auf Kies und das wird von Dir in Frage gestellt, ohne die Umstände zu analysieren.
    In meinem Blog steht geschrieben, dass ich TH12/LW1 gelähmt bin. Dass ich mit einem Langsitz-Handbike unterwegs bin steht hier in diesem Forum. Nie habe ich geschrieben, dass ich das mit einem Langstrecken-Handbike in der Konstellation von Veit gefahren habe.

    Zu den Daten. Aufgewachsen bin ich mitten in den Bergen im Kanton Nidwalden. Bereits als Kleinkind hielt ich mich fast ausschliesslich in den Bergen auf. Ich kletterte und fuhr bereits mit Mountainbikes Berge hoch als die meisten Menschen Mountainbikes noch für einen Eispickel hielten. Während meiner Zeit in der Schweizer Armee hielt ich mich in den Bergen auf und lernte dort mit den genausten Karten der Berge umzugehen. Sogar meinen Unfall hatte ich in den Bergen als Gleitschirmpilot.
    Nun bin ich gelinde gesagt irritiert, wenn ein Sachse sich anmasst die Steigungswerte auf Karten der Schweizer Armee, auf den von mir befahrenen Strecken als unrealistisch zu taxieren.

    Tausende von gefahrenen Kilometern in immer derselben Konstellation macht dich zum Experten für Tourenfahrten. Aber nie selber erlebte Formen von Handbiken kannst Du nur bedingt beurteilen.

    Veit, darf ich dich bitten, wenn Du etwas als unrealistisch taxierst, erst die Faktenlage zu klären, bevor Du behauptest, dass etwas nicht funktionieren kann.
  • Hauptsache es macht Spass

    Dani
    Also, ich finde, Hauptsache man hat Spass dabei. Einige Gegenden in denen Andi fährt kenne ich natürlich, komme ja aus Rothenburg (Luzern). Also weiss ich, dass es sehr gut stimmen kann, was Andi hier schreibt.

    Aber eben, mir egal wie steil oder wie weit oder was, es muss Spass machen. Dem Einen das und dem Andern das Andere.

    Also beiden weiterhin tolle Ausflüge...

    Gruss Dani
    2 mal vom Benutzer geändert, zuletzt am 25.07.2017 um 09:02:25 Uhr
  • Bitte richtig lesen!

    Veit
    Eigentlich hätte ich es noch einmal explizit erklären sollen: Die in meinem ersten Beitrag in diesem Thread angeführten Zitate bezogen sich auf @Nepomuck (= "auf einer Schotterstraße bei 15-20% Steigung unterwegs") - und zwar mit dem "normalen" Tourenhandbike - und @handbike-andi.ch (= "Treppenstufen bis 30cm aufwärts"). Schau mal bitte in eure obigen Beiträge, da steht es genauso wortwörtlich.

    Insofern habe ich bei Dir gar nicht infrage gestellt, daß Du 20%-Anstiege fährst, sondern daß Du 30cm hohe Stufen aufwärts fährst. Nun mußt Du das ja nicht mir gegenüber näher erläutern oder gar beweisen, aber glaubwürdiger macht das Deine Aussage nicht. Zumal Du darüber überhaupt noch kein weiteres Wort verloren oder genau dazu auch nur ein Bild veröffentlicht hast.

    Zum Thema Steigungswerte: Genau deshalb habe ich im vorangegangenen Beitrag gefragt, woher Du diese Angaben hast. Das war vorher nirgendwo in Deinen Beiträgen zu lesen. Was dies mit Anmaßung oder gar mit meiner geografischen Herkunft zu tun hat, ist mir allerdings nicht klar. Genau an der Stelle fängt Dünkel an. Für mich klingt das dann ähnlich, wie der Kommentar von @Nepomuck, als er mir unterstellte, die absolvierten Höhenmeter auf den Touren in meiner Heimat seien weniger "wert", als in den "richtigen" Bergen, z.B. alpinen Anstiegen. - Solcherart Arroganz ist auch so eine Eigenschaft, die ich überhaupt nicht mag.

    Bedauerlich, daß ich mich in Dir getäuscht habe. So souverän scheinst Du ja doch nicht zu sein. - Ich denke, Du paßt gut zu @Nepomuck.

    Das Thema ist für mich beendet.
  • Beinahe hätte ich's vergessen ...

    Veit
    @Dani, danke für Deine Bemühungen zur Deeskalation! Das spricht für Deine gut ausgeprägte soziale Kompetenz ...
  • re

    Blaubaer
    @handbike-andi.ch
    was mich bei deinem Offroadbike (Foto oben) mal interessieren würde, wäre die Übersetzung im kleinsten Gang, bzw. wieviel Zähne deine Zahnrädchen oben und das große unten haben.

    @Samaneri
    Liest du eigentlich noch mit oder ist das Thema für dich durch? 😉
  • genau, jedem wie es gefällt

    olaf
    wir im Norden Deutschlands haben da eher ganz andere Probleme

    Wacken 2016
    Wacken 2016
    Eingestellt am 25.07.2017 um 17:27 Uhr
    Zum Vergrößern auf das Bild klicken
  • Über- bzw. Untersetzung

    handbike-andi.ch
    @Blaubaer
    Danke für diese Frage. Für ein Handbike, welches für "Mountainbike" Einsätze optimiert werden soll, ist das Übersetzungsverhältnis, besser die Entfaltung wichtig. Entfaltung meint, wie weit komme ich mit einer Umdrehung der Kurbel.
    Standard Handbikes (z.B. Praschberger oder ProActiv NJ1) verfügen ungefähr über 3x11 Gänge 22-32-44 und Ritzel von 11 bis 42 Zähne was folgende Entfaltung (mit einem fetten 57-559er Reifen) ergibt:
    kleinster Gang 1.11 Meter
    grösster Gang 8.48 Meter
    Differenz: der grösste Gang ist 763% länger als der kleinste. Dieser Wert entspricht ungefähr einer modernen Fussgänger-MTB-Entfaltung.

    Nur wir sind keine Fussgänger, wir benötigen eigentlich eine viel grössere Differenz. Die 8.48 Meter sind recht komfortabel wenn es mal zügig leicht bergab läuft, aber.....
    Die 1.11 Meter Entfaltung im kleinsten Gang sind viel zu lang, für solche Heldentaten wie wir sie beschreiben. Wir würden gnadenlos übersäuern.
    Leider ist aber mit Kettenschaltungen nur geringfügig möglich etwas herauszuholen. So würde ein riesen Ritzel mit 50 Zähnen 0.93 Meter bringen, jedoch verbunden mit Problemen der Kettenspannung.

    So wählte ich die Rohloff-Nabe mit einem 21 Zähne Ritzel. An der Kurbel verwende ich 3 Kettenblätter 22-36-50.
    Das ergibt folgende Entfaltung:
    kleinster Gang 0.62 Meter
    grösster Gang 7.40 Meter
    So kann ich auch in steilem Gelände in einer "gesunden" Kadenz fahren.
    Die günstigere Alternative wäre auch 3x11 und ein Schlumpfgetriebe.
  • Höchstleistung bei 0% Steigung

    handbike-andi.ch
    @Olaf
    genau so, wenn dann alles zugepappt ist, brauchst Du auch den ganz kleinen Gang.
    Oder besser einen Traktor. 🙂
  • es kommt nicht auf Höchstleistung an.....

    olaf
    sondern ums vorwärts kommen

    ob nun 20%
    oder 20 cm
    oder die dicke Pampe

    nun bleibt doch mal alle etwas lockerer
    @ Veit: nicht jeder versteht Deinen "Wortwitz"

    @ Andreas Gautschi: schön das Du nach all den Jahren noch immer Beiträge und Erkenntnisse zum handbiken beiträgst

    @ alle: betrachtet einfach Eure Möglichkeiten und Eure behinderungsbedingten Ausfälle (muskulär und kardiologisch)
    und macht das, was unterden jeweiligen Bedingungen möglich ist
    und probiert mal was anderes
    oder wir versuchen, mal ein Treffen zu organisieren, auf dem wir reden und fahren können.

  • Re

    Blaubaer
    @handbike-andi.ch
    Uff, so viele Zahlen 🙂
    Da muss ich, wenn es draußen wieder trocken ist, glatt mal schauen wieviele Meter ich mit meinen 30 Gängen pro Kurbelumdrehung zurück lege.

    Auf waagerechter Straße habe ich bis jetzt nie den höchsten Gang nutzen können, da die Kraft dafür nicht wirklich reicht.
    Ebenso das kleine der drei oberen Ritzel habe ich nur einmal auf ner Wiese genutzt. Dank des Motors fang ich wenn überhaupt erst bei Gang 11/30 an.

    @olaf
    Wie weit ist denn Wacken von dir entfernt, bzw. wo ist dein Norden (wegen OT auch per PN)? Für sowas waren zusätzlich zur kurzen Übersetzung auch Fatbike Bereifung sinnvoll.
  • Soviele Zahlen (Zähne)

    handbike-andi.ch
    @blaubaer
    Du musst Dir keine Sorgen machen.
    Bei meinen Angaben betreffend Entfaltung bezog ich mich auf Handbikes ohne elektrischen Antrieb.
    Mit Motor, kannst Du ruhig zurücklehnen und die Standard-Übersetzung geniessen. Praschberger wählt in der Regel sinnvolle Komponenten.
    Vielleicht lohnt sich die Überlegung an der Kassette am Rad beim grössten Ritzel auf 46Zähne zu gehen, wenn dem nicht schon so ist. An der Kurbel wird das kleinste Kettenblatt wohl schon 22 Zähne zählen.
    22 zu 46 reicht mit E-Motor allemal.

    Spannend könnte sein, besonders bei E-Motor, an der Kurbel ein ovales Kettenblatt zu verwenden. So kann theoretisch der Motor einen Tick schneller aktiviert werden, wenn mal am Berg angefahren werden muss.

    Welchen Motor fährst Du?
    Du hattest mal zwei Videos eingestellt. Leider kann ich die nicht anschauen.
  • mein Norden ist Schwerin

    olaf
    Hallo Blaubaer,

    wohne in/bei Schwerin.
    und bis vor 2 Jahren war "mein Norden" 40 km südlich von Bremen.
    und nach Wacken sind es 175 km. Dort (zumFestival) nutze ich überwiegend einen umgebauten Otto Bock Voyager mit Snoll-on.
    Durch die Pampe fahr ich mit einem Bike, daß derzeit zum Verkauf steht (siehe Anzeige, habe 2 davon). Bereifung ist ein 54er Stollenreifen/ vorne in Verbindung mit der Magura HS 11/33 und hinten ein Conti Travel Contact.

    @Andi: ich fahr übrigens mit versetzten Kurbeln und 22/39 (Querschnittlähmung inkomplett unterhalb Th 10, keine funktionierende untere Rückenmuskulatur, wie sie beispielsweise ein Th12er hat) und bin mit der Untersetzung fasst überall durch oder rauf gekommen.
  • Re

    Blaubaer
    @handbike-andi.ch
    Hab mal eben gezählt, oben 22-32-44 unten das große 36 und das kleine 11 Zacken. Hab das Praschberger mit dem PowerBike Motor.
    Von ovalen Kettenblättern habe ich noch nichts gehört. Klingt interessant, auch wenn ich mir das eher nicht einbauen würde.
    Ich könnte mir denken dass diese auch die wellenartige vorwärtsbewegung minimieren könnte. Beim Fahrrad hat man ja alle 1/2 Pedalumdrehung Kraft auf dem Antrieb, beim Handbike ist das ja 1/1 Umdrehung. Das sieht/hört man gut im Video, dass es in Schüben voran geht und nicht gleichmäßig.

    Hier die Videos die "offroad" sind, habe ich in etwas besserer Qualität neu hochgeladen.
    https://youtu.be/NAwsu-Mn8vg
    https://youtu.be/FxrpAsduFNE
    In dem Video (Anfang und Ende) kann man auch den Motor erkennen
    https://youtu.be/YF-pCsX-smE
    Und als Offtopic-Bonus gibts noch das 😉
    https://youtu.be/PYZb7jfC0R0

    @olaf
    Achso, dachte du bist aus SH
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  • Re

    handbike-andi.ch
    @Olaf
    Woaw, versetzte Kurbeln, da gehörst Du definitiv zu den Exoten.
    Alles exotische zieht mich an....
    Ergibt das keine Wellenlinie beim Fahren? Oben stossen / unten ziehen bedeutet theoretisch bereits einen Lenkeinschlag.
    Oder gleichst Du das übers Handgelenk aus?
    Kannst Du denn auch tatsächlich ziehen und stossen gleichzeitig?

    Sieht dein Revier dem von Blaubaer ähnlich? Dann wirst Du mit 22 zu 33 zufrieden sein. Falls Du mal in die Nähe der Voralpen oder Alpen kommst, würde ich Dir raten, die Entfaltung nochmals zu überdenken. Da würden Deine Muskeln abfackeln wie Zunder.

    @blaubaer
    Danke für die aufschlussreichen Video's, besonders die Stadtführung durch Berlin. Bei 2:20 gibt es eine Treppe, die solltest Du mal runterbrettern. Du hast alles was es dazu braucht, fette Reifen, gefederter Hinterbau, 3 Scheibenbremsen. 🙂
    Ich würde es sogar rauf probieren. Vielleicht geht's ja.

    Gibt's denn auch sowas wie Fusswege oder ähnliches durch diese Wälder? Probier das doch aus, Dein Bike sehnt sich danach.
    Für die auf den Videos gezeigten Strecken würden natürlich Tourenreifen problemlos funktionieren und Dein Bike schneller machen.

    Super Konstellation, besser geht kaum. Der Powerbike-Motor ist zwar ein rüder Traktor (man hört's schön im Video) verglichen mit anderen Motoren setzt er nicht so butterzart und geschliffen ein, dafür kennt er keine Klagen und verrichtet zuverlässig und kraftvoll seine Arbeit.
    Schönes Bike.
  • re

    Blaubaer
    @handbike-andi.ch
    "Bei 2:20 gibt es eine Treppe, die solltest Du mal runterbrettern."

    Ich denke auch, dass das funktionieren müsste, nur oben würde das Bike mit dem Bauch aufsetzen. Trotz Unterfahrschutzes würde ich das aber eher nicht ausprobieren 😉

    "Gibt's denn auch sowas wie Fusswege oder ähnliches durch diese Wälder?"

    Nen paar Wanderwege gibts hier schon, aber sowas wie Alpenpässe eher nicht. Dafür haben wir 2x98 km teils rumpelige Plattenwege, die eher an Alpen-Geröll erinnern 😀
    https://www.youtube.com/watch?v=tuPNnbLHGTw

    Der zugewucherte Weg aus dem Video weiter oben sieht ansonsten eher so aus wie ein Rückeweg.
    https://www.youtube.com/watch?v=tr9F-ebP3lU

    Ich sag mal das PB SB Comp CC ist, sofern der Rampenwinkel nicht allzugroß ist nen gutes Geländebike

    PS: jetzt möchte ich aber auch mehr von euren Videos sehen 🙂
    3 mal vom Benutzer geändert, zuletzt am 26.07.2017 um 22:04:49 Uhr
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  • Gerne eine kleine Auswahl

    Nepomuck
    Höfatstraum https://youtu.be/3LOMlGpFRfs
    Hopfensee im Winter https://youtu.be/jXjjOMDBHBA

    Viel Spaß beim Biken, Gruß Dieter
    Eingestellt am 26.07.2017 um 21:19 Uhr
    Zum Vergrößern auf das Bild klicken
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  • versetzte Kurbeln

    olaf
    @Andi:
    dass mit den versetzten Kurbeln war mal eine "Notlösung", wegen Probleme mit der HWS (2006)durch paralleles Kurbeln beim Aufrecht sitzen.

    Inzwischen fahr ich aufrecht sitzend nur noch so.

    Habe zwei Bikes, ein Shark mit tiefer Kurbelposition für Touren (32-559 Bereifung Conti Sport Contact), ähnlich wie bei Dir und ein uraltes Petersen-Bike Bj.1996. Bei dem ist die Kurbelposition etwas höher, allerdings auch die Sitzposition und das Bike ist insgesamt deutlich kürzer.

    Jetzt zum versetzt kurbeln:
    Du machst es nicht gleichzeitig: entweder ziehst Du über den Bizeps oder du drückst über den Trizeps und der jeweils gegenüberliegende Arm setzt ganz kurz aus.
    Es ist eine sehr interessante Bewegung, da man den Körper ganz anders zur "Haltung" auffordert. Es gilt nämlich immer den Rumpf stabil zu halten.
    Eigentlich hast Du keine Kraftunterbrechung. Und Du hast Recht, die Rohloff ist die beste Wahl als Schaltung, gerade auch wegen der Entfaltung.
    zum geradeauslauf: diejenigen, die mich schon haben fahren sehen, sind überrascht wie spurstabil man das Bike halten kann und Kurven wirst du damit ganz anders fahren.
    Einfach mal ausprobieren und über einen längeren Zeitraum durchhalten.

    Hier in Schwerin ist es eher wellig, immer mal wieder kurze Anstiege mit 5 - 15 HM
    Auf Touren (40-50 km) fahre ich einen 20er Schnitt
  • E-Handbikes im Schnee

    Blaubaer
    @Nepomuck
    Im Schnee muss das echt Spaß machen!
    Wenn ich das rote Handbike da sehe, ist das doch ein Bionx oder?
    Bezüglich des Steuergeräts, ist das beim Bionx System auch unterm Sitz angebracht?

    In der PowerBike Anleitung steht ja drin, dass es nicht nass werden darf, was sich ja grade bei Schnee schlecht vermeiden lässt. Ein normales E-Bike sollte ja auch mal bei Regen nutzbar sein, ebenso ein Handbike (mit E).

    Hatte da schonmal jemand Probleme bezüglich Spritzwasser und Elektronik?
  • Schnee, Matsch und Regen

    Nepomuck
    Ja Blaubär, im Winter bei Schnee und Sonnenschein ist es aus meiner Sicht einfach unbeschreiblich schön (okay die eingefrorenen Finger gehören halt dazu).
    Zu deiner Frage: BionX - der Controller ist oben an der Kurbel, die Kabel vom Motor zum Akku liegen unter dem Sitzkisssen, da kann schon mal Wasser oder Feuchtigkeit reinkommen. Bei meinen ersten "Wasserpartien" hatte ich Probleme mit der Elektronik (Fehlermeldung und vorübergehend Systemausfall). Nach dem Abtrocknen war aber wieder alles Okay. Seither isoliere ich die Kontakte und Steckverbindungen nun grundsätzlich ab (Neopren und Isotape) und habe keine Probleme mehr. Auch beim Abspritzen mit dem Wasserschlauch nach einer Matschpartie, wie in deinem Video, mach ich das auch so. Ab und zu fette ich die Kontakte ein und halt alles gut abtrocknen lassen.
    1 mal vom Benutzer geändert, zuletzt am 26.07.2017 um 22:29:56 Uhr
  • MTB Bereifung

    Blaubaer
    Hallo,

    mal ne Frage an euch MTBer, welche Bereifung habt ihr auf euren Handbikes montiert?

    Ich hatte bis jetzt die Werksbereifung "Schwalbe Black Jack" in 57-559 26x2,25

    Da ich schon zwei mal nen Plattfuß - verursacht durch nen 3 cm Dorn - hatte, bin ich am überlegen auf "Schwalbe Marathon Plus MTB mit Smartguard (unplattbar)" in 57.559 26x2,25 zu wechseln.
    Ich zögere eigentlich nur noch, da meine Erstbereifung grade mal 1000 km runter hat, also noch sehr gut ist.

    Wer von euch hat denn "unplattbare" montiert?
  • MTB Reifen

    handbike-andi.ch
    @blaubaer
    Welcher MTB Reifen? Die Antwort hängt von vielen Faktoren ab.
    Direkt auf Deine Frage geantwortet. Ja die Probleme mit den platten Reifen durch Dornen würdest Du beim Marathon MTB Plus nicht mehr erleben.

    Die Antwort ist aber vielschichtiger.
    Aus eigener Erfahrung denke ich, dass Du mit dem Marathon MTB Plus wenig Freude haben wirst. Er weist zwar deutlich besseren Schutz gegen Durchstiche aus. Dornen können diesem Reifen nichts anhaben. Seine zu erwartende Lebensdauer ist sicher auch höher*, verglichen mit deinem Black Jack.
    Durch den Smartguard Pannenschutzgürtel wird er Reifen allerdings steifer, er kann sich nicht so schön und gummig dem Untergrund anpassen. Auf glatten und harten Kieswegen absolut problemlos, auf steinigem Untergrund jedoch macht der Reifen spürbar mehr Rollwiderstand.
    Es gibt aber noch ein viel wichtigeres Argument gegen den Marathon MTB Plus. Über dem Smartguard Gürtel ist der Gummi, zwischen den Noppen, sehr dünn. Wenn Du damit steile Rampen befährst, reisst es Dir die Noppen vom Reifen, die klappen sozusagen weg. In diesem Fall erübrigt sich auch die Diskussion über Lebensdauer.

    Alternativ habe ich sehr gute Erfahrungen mit dem Schwalbe Smart Sam (Per. I Double Defense) (also nicht Smartguard) gemacht. Dieser Reifen rollt besser, zeigt spürbar mehr Grip und hat nur eine unwesentliche schwächeren Schutz gegen Dornen. Ich hatte noch nie einen Platten an dem Reifen.

    Um weitere Erfahrungen zu erhalten, werde ich jetzt einen Continental Mountain King Pro Tection montieren. Dieser Reifen soll, gemäss Testberichte, die Werte des Schwalbe Smart Sam toppen können.

    Wohlgemerkt; Ich spreche hier immer nur vom Antriebsrad und für MTB Einsätze. Sobald der Anteil an Asphaltstrassen grösser wird als der MTB Anteil, lohnt sich die Überlegung auf Tourenreifen zu wechseln. Beispiel Schwalbe Marathon Almotion. Dieser Reifen wäre z.B. auch eine Alternative für hinten. Ich fahre hinten übrigens Sammy Slick im Wissen, dass der Pannenschutz nicht überragend ist.

  • Federung

    Blaubaer
    @handbike-andi.ch
    Danke für den ausführlichen Text 🙂
    Werd erstmal noch die Black Jack runterfahren und wahrscheinlich danach wechseln.

    Nur mal so, weils zum Thread passt:

    Mit´m Handbike unterwegs Suspension auf Straße und Schotter
    https://www.youtube.com/watch?v=qdBZReB2T3E

    Mit´m Handbike unterwegs Offroad* durch den Wald
    https://www.youtube.com/watch?v=KGpa8urIGPU
    *Jedenfalls unser "Flachland-Offroad", daher verzeiht mir, ihr, die in den Bergen wohnt 😉
    1 mal vom Benutzer geändert, zuletzt am 16.08.2017 um 21:45:14 Uhr
    Wir (handbike.de) übernehmen ausdrücklich keine Haftung für den Inhalt der externen Links.
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